Jülich: Bezirksliga: Lich-Steinstraß kämpft bravourös

Jülich : Bezirksliga: Lich-Steinstraß kämpft bravourös

Die zwei Nachholspiele, die die beiden hiesigen Bezirksligisten Germania Lich-Steinstraß und Grün-Weiß Welldorf-Güsten bestreiten mussten, endeten jeweils mit einem Punktgewinn.

Welldorf-Güsten spielte beim TuS in Mechernich torlos unentschieden, muss am kommenden Sonntag gegen den Sportfreunden in Düren ran. Die Germania holte ein 1:1 gegen Zülpich und spielt Sonntag ab 15.30 Uhr gegen die DJK Viktoria Frechen.

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: „Es war unser erstes Zu-null-Spiel in der gesamten Saison. Und dieses geht vollkommen in Ordnung“, freute sich nach dem Abpfiff in Mechernich Welldorf-Güstens Trainer Winni Ronig. Er bescheinigte als bekennender Anhänger des Huub Stevens-Mottos „Die Null muss stehen“ seiner Mannschaft eine gute Arbeit. „Wir haben extrem erfolgreich gegen den Ball gearbeitet, meine Jungs haben sich schnell auf die lang geschlagenen Bälle von Mechernich eingestellt, haben gut agiert“, stellte er seiner Truppe ein gutes Zeugnis aus.

Aber Ronig räumte auch ein, dass man sich im gesamten Spiel allerdings auch nur eine sehr gute und zwei Halbchancen erarbeitet hatte. Die gute Tormöglichkeit hatte Mo Makki in der 30. Minute auf dem Fuß. „Da hätten wir in Führung gehen können, aber leider war der Ball verzogen“, sah der Grün-Weiß-Trainer diese Chance vertan. Dass der TuS in der 85. Minute einen Lattentreffer platziert hatte, auch das kam in der Spielanalyse des Gastgebers vor. „Aber ein Treffer wäre unverdient gewesen“, sagt Ronig, der sich nun auf die Partie bei den Sportfreunden in Düren vorbereitet.

Germania Lich-Steinstraß: Sozusagen mit dem allerletzten Aufgebot verbuchte Lich-Steinstraß ein 1:1 gegen Zülpich. In dieses Aufgebot rutschte nicht nur sein Co-Trainer Chris Schiefer als Keeper rein, sondern auch Daniel Schmitz musste als Trainer selbst nochmals ran— ab der 85. Spielminute, als er für den verletzten Alexander Mül-lenberg auf den Platz musste. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich beide Seiten bereits mit dem 1:1 angefreundet. Getroffen hatte Seyit Ceylan in der 50. Minute zum 1:0 für die Germania. A-Jugendspieler Charles Kentzinger hatte abgezogen, Zülpichs Keeper konnte den Ball nur abklatschen, Ceylan war im Nachschuss erfolgreich.

„Ich muss meinen Jungs ein tolles Kompliment machen, ich bin wirklich stolz auf sie, denn sie haben hervorragend gespielt, haben alles versucht, sie haben gekämpft, sie haben sich den Punkt redlich verdient“, war Schmitz voll des Lobes nach dem Abpfiff.

Dass der Gast zur Pause mit 3:0 hätte führen können, dies wurde zwar erwähnt, aber es wurde auch deutlich gemacht, „dass unser Gast die Chancen einfach nicht gut abschloss beziehungsweise unser Torhüter mit seinem guten Stellungsspiel die Möglichkeiten vereitelte“.

Der Gegentreffer zum 1:1 in der 75. Minute war eine Randnotiz in des Trainers Spielanalyse, mehr auch nicht. Obwohl dem ein Fehler in der Germanen-Abwehr vorausgegangen war, für Daniel Schmitz war die Fußballwelt nach dem Abpfiff in Ordnung. „Bei soviel Ausfällen noch so ein gutes Spiel an den Tag zu legen, das war schon einmalig.“

So sieht man nun beruhigt dem kommenden Auftritt gegen Frechen entgegen. Dem fünften Spiel in Folge vor heimischen Fans.

(hfs.)
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