Jülich: „Bevor man ernten kann, muss man auch säen”

Jülich: „Bevor man ernten kann, muss man auch säen”

Bei bestem Wetter strömten am Samstag Hunderte Besucher zur Eröffnung des Erntedankfestes in die Jülicher Innenstadt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Heinrich Stommel, der auf die Tradition des Festes aufmerksam machte.

„Bevor man ernten kann, muss man auch säen.” Mit diesen Worten erinnerte das Stadtoberhaupt nicht nur an die Ernte, für die die Gläubigen Gott im Herbst danken, sondern auch an das zwischenmenschliche Geben und Nehmen.

Daher sprach Stommel auch den alljährlich vom Lions Club Jülich Juliacum herausgegebene Adventskalender an, dessen Reinerlös jedes Jahr zahlreichen Kindern und Jugendlichen aus der Region zu Gute kommt.

Nachdem im letzten Jahr sämtliche Exemplare bereits lange vor der Adventszeit vergriffen waren, stockte der Verein die Auflage in diesem Jahr um 500 Exemplare auf 3500 auf. Die Kalender können für fünf Euro erworben werden. Auch in diesem Jahr ließen sich, wie beereits ausführlich berichtet, wieder viele Sponsoren finden, die das Projekt unterstützen.

Jedes Exemplar kann dabei mehrfach Preise gewinnen. So dauerte es dann auch nicht lange, bis die ersten Kalender auf dem Erntedankfest an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht werden konnten. Bereits wenige Minuten nach der Eröffnung des Festes durch Heinrich Stommel, konnte sich der Lions Club über die ersten Interessenten freuen. Und die freuten sich über die nostalgische Erinnerung durch das Motiv, das der Kalender in diesem Jahr zeigt: die alten Sendemasten auf der Merscher Höhe, die mittlerweile zum Leidwesen vieler verschrottet worden sind.

Zahlreiche Stände säumten zum Erntedankfestdie Straßen. Hier konnten zum Beispiel Schmuck oder Taschen nicht nur angeschaut, sondern natürlich auch gekauft werden. Für das leibliche Wohl war an zahlreichen Ständen und Buden gesorgt, die die Gäste des Festes mit verschiedensten Angeboten lockten.

Auch Technikbegeisterte kamen auch ihre Kosten. Auf dem Schlossplatz waren Gebrauchtwaren verschiedener Marken und Fahrzeugtypen sowie historische Landmaschinen zu bewundern.

Und das taten die Besucher auch. Nach den Eröffnungsworten von Bürgermeister Heinrich Stommel und Wolfgang Hommel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, sowie eines kleinen Konzerts der Blaskapelle „Merzbachtaler Musikanten” strömten Jung und Alt zu den verschiedenen Ständen des Festes, die in den Straßen rund um den Marktplatz aufgebaut waren.

Und doch fanden viele immer wieder zur Bühne auf dem Marktplatz zurück, denn dort wurde den Zuschauern nicht nur am Samstag ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Von Karnevals- und Showtanzgruppen über Musikgäste bis hin zu Tanz- und Sportpräsentationen konnten die Besucher mit bester Unterhaltung rechnen.