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Freialdenhoven: Bergheim zu harmlos für Borussia Freialdenhoven

Freialdenhoven : Bergheim zu harmlos für Borussia Freialdenhoven

Erfolgreich Revanche genommen hat Borussia Freialdenhoven für die 0:2-Hinspiel-Schlappe bei Hilal Maroc Bergheim. Auf eigenem Platz besiegten die Borussen die angereisten Gäste glatt mit 5:0 (2:0).

Keine hohe Fußballkunst sahen die Zuschauer in den 90 Minuten. Aber sie erlebten eine meist konzentrierte Borussia, die vom Anpfiff weg das Spiel auf dem Kunstrasen bestimmte. „Das war einfacher als gedacht“, wunderte sich Trainer Wilfried Hannes hinterher ein wenig. Für ihn galt das Spiel auch als Prüfstand für den Pokalschlager gegen Fortuna Köln.

„Mir fehlte in der ersten Halbzeit die Rückwärtsbewegung. Das lief in der zweiten Hälfte deutlich besser.“ Ein wenig Kritik musste sein, obwohl Hannes bereits zur Pause eine sichere 2:0-Führung mit in die Kabine nahm.

Erst ein abgefälschter Schuss von Philipp Simon, dann eine sichere Vollendung durch Oskar Tkacz nach sehr guter Vorarbeit von Yannick Kuhnke, machten deutlich, dass die Bergheimer an diesem Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit das Nachsehen haben würden.

Als kurz nach dem Seitenwechsel Simon erneut mit einem gefühlvoll getretenen direkten Freistoß ins Bergheimer Tor traf, war das Spiel entschieden, zumal die Gäste auch im weiteren Verlauf nur eine einzige nennenswerte Chance besaßen, doch den Schuss aus 19 Metern von Ken Watanabe parierte Torhüter Tobias Werres ohne jede Mühe.

„Bei so einer Leistung wird der Gegner Probleme bekommen, die Klasse zu halten“, prophezeite Hannes. Er sprach von „Einbahnstraßenfußball“ und wollte dieses Spiel auch nicht so recht als Prüfstein werten. So durften an diesem Tag auch andere sich mit Lobeer schmücken. Bezeichnend, dass Poongbeom Lee mit einem Kopfball das 4:0 erzielte, und Kevin Kruth, nachdem er selbst regelwidrig im Strafraum gefoult worden war, den fälligen Elfmeter schoss und auch sicher verwandelte.

„Aufgrund des Spielverlaufs konnte ich recht früh wechseln und dadurch die Kräfte bei unseren Spielern schonen“, erklärte der Trainer die Strategie. Lediglich die Selbstverletzung von Kuhnke missfiel ihm. Aus Unmut über eine Schiedsrichterentscheidung hatte der bis dahin glänzende Rechtsaußen vor einen Metallzaun getreten und sich dabei am Fuß verletzt. Großes Glück für Yannick Kuhnke, dass am Tag darauf das Pokalspiel aus Witterungsgründen abgesagt und verschoben wurde.

(tm)