Jülich: Benefizausstellung: Bild für Bild ein Dank für die Genesung

Jülich : Benefizausstellung: Bild für Bild ein Dank für die Genesung

Er war noch ein ganz junger Mensch, als im Jahre 1987 eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Fünf Jahre dauerte es, bis Jens Gawandtka wieder genesen war, und als er 2012 sein 20-jähriges Genesungsjubiläum feiern konnte, wollte er Danke sagen. Der Fotograf aus Leidenschaft hatte etliche Fotos in seinem Archiv, auf denen Herzmotive aus der Natur zu finden waren.

Es waren Steine in Herzform, Blüten und Blätter und Ähnliches, die er festgehalten hatte. Damit hatte er auch schon eine kleine Ausstellung bestritten und wurde nun gebeten, eine größere zu gestalten.

Unter „Natural Hearts“ forderte er im Internet andere Fotografen auf, ihm bei der Suche nach Herzmotiven zu helfen. Es klappte. So nach und nach wurden ihm Bilder zugeschickt, in denen eindeutig ein Herz im Mittelpunkt stand. 36 waren es für seine Jubiläumsaustellung; heute zählt sein Archiv über 200 Aufnahmen.

Bestimmung

Als Postkarten, Bücher, Kalender und natürlich schön gerahmte Bilder präsentiert er die Arbeiten und bietet sie zum Verkauf an. Doch nicht für seine Tasche ist der Erlös bestimmt, sondern vielmehr stets für einen guten Zweck. Vor zwei Jahren traf er Helga Maschke, Vorsitzende des Sonnenwegs, Förderverein für Krebsbetroffene und für ihren Verein richtete er nun eine Benefizausstellung im Jülicher Technologiezentrum aus. „Es war Bestimmung, dass wir uns begegnet sind“, erklärte Helga Maschke zur Ausstellungseröffnung und freute sich über die Bilder, die im Palmengarten sehr gut zur Geltung kamen. „Die Zahl der Herzspender wächst weiter“, erklärte auch Jens Gawandtka, der solche Fotos unter jens.gawandtka@naturalhearts.org gerne entgegen nimmt.

Propst Josef Wolff, der ebenso unter den Gästen weilte wie Bürgermeister Heinrich Stommel erklärte: „Die Kunst hat die Aufgabe uns wach zu rütteln und uns die Augen zu öffnen für Dinge, die wir sonst nicht wahrnehmen.“ Die Ausstellung „Natural Hearts“ ist bis zum 20. Dezember im Technologiezentrum zu sehen.