Tischtennis: Beim 0:3 in Düsseldorf sehen die TTC-Verantwortlichen noch Lichtblicke

Tischtennis : Beim 0:3 in Düsseldorf sehen die TTC-Verantwortlichen noch Lichtblicke

Die Niederlage der Tischtennis-Profis des TTC Indeland Jülich beim Tabellenersten Borussia Düsseldorf war im Vorfeld einkalkuliert gewesen. Das 0:3 entsprach deutlich den Verhältnissen im Centercourt in Düsseldorf.

Die 750 Zuschauer mussten zu keinem Zeitpunkt ernsthaft um eine Blamage ihrer Stars fürchten. Der Tabellenprimus konnte sogar problemlos leisten, auf den frisch gekürten Europameister Timo Boll zu verzichten, der verletzt bereits beim Auftritt in der Champions-League gepasst hatte.

Bereits im ersten Spiel zeigte Sharath Kamal Achanta dem jungen Jülicher Dennis Klein die Grenzen auf. Dabei musste sich der Inder nicht einmal besonders anstrengen, sondern nur auf die Fehler seines Gegenübers warten. „Ich habe Dennis gesagt, dass er seine technischen Möglichkeiten erweitern muss“, beschrieb Indeland-Trainer Miroslav Broda die Niedelage.

Und TTC-Vorsitzender Mike Küven fügte hinzu: „Er ist viel zu oft eine Antwort schuldig geblieben. Wenn du in der Bundesliga nicht schnell genug bist, verlierst du.“ Klein hatte vorher betont, dass er die Saison vor allem auch zum Lernen nutzen wolle, die Verantwortlichen warten auf Ergebnisse. Anders Robin Devos. Der Belgier hatte in der Begegnung mit Anton Källberg durchaus Siegchancen. Im ersten Satz glich er zum 10:10 aus, verlor dann jedoch 10:12. Den zweiten entschied Devos für sich. Allerdings brach er in Durchgang drei und vier dann ein und verlor letztlich. Sein Vorsitzender war dennoch zufrieden: „Robin hatte Antworten auf Probleme. Er ist schnell, und das ist wichtig.“ Auch der Trainer unterstützte Devos: „Dass Källberg so stark spielen würde, konnte man nicht unbedingt erwarten.“

Auch der Dritte im Bunde, Martin Allegro, verlor. Aber auch beim ihm verlief das Spiel nicht kampflos. Im zweiten Satz führte Allegro zeitweise, musste dann zum 10:10 ausgleichen und gab den Satz letztlich mit 10:12 ab. „Martin hat sich deutlich verbessert“, war Mike Küven über den Leistungszuwachs zufrieden.

Am Donnerstag spielt der TTC Indeland beim TTC GW Bad Hamm im Pokal-Achtelfinale. „Ein sehr schweres Spiel“, betonte Küven, auch wenn der Bundesligist zum Zweiligisten fährt. Für die Jülicher durchaus eine gute Gelegenheit, etwas fürs Selbstvertrauen zu tun.

(tm)
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