Linnich/Kreis Düren: Bei der Hundesteuer sind 51 bis 85 Euro zu zahlen

Linnich/Kreis Düren: Bei der Hundesteuer sind 51 bis 85 Euro zu zahlen

Wenn die kommunale Finanznot groß ist, werden regelmäßig auch die Hundehalter zur Kasse gebeten. Im Kreis Düren schwankt der Steuersatz zwischen 85 Euro in Langerwehe und 51 Euro in Vettweiß. Unter dem Strich liegt der durchschnittliche Satz bei 70 Euro (für den ersten Hund), stellt die Linnicher Stadtverwaltung fest.

Die Übersicht hat einen handfesten Grund: In Linnich liegt der Steuersatz noch bei 60 Euro. Er soll, so der Wunsch im Rathaus, zu Jahresbeginn angehoben werden. Das erfordere der Zwang zur Haushaltskonsolidierung. Und auch die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) habe schon im Jahre 2011/12 eine Erhöhung empfohlen, heißt es.

Nach der Linnicher Übersicht liegen die Gemeinden Aldenhoven und Kreuzau mit 84 Euro knapp hinter dem Spitzenreiter Langerwehe. Es folgt mit 80 Euro Heimbach. Etwa am am Durchschnittssatz des Kreises orientieren sich mit jeweils 72 Euro Jülich, Titz, Inden und Hürtgenwald. Darunter rangieren Nideggen mit 68 Euro und Nörvenich mit 66 Euro. In Nideggen wird der „Sparkommissar“ der Bezirksregierung es sicherlich nicht dabei belassen.

Dass die Hundesteuer eine ertragreiche Einnahmequelle ist, zeigt der Fall Linnich: Im laufenden Jahr rechnet die Verwaltung mit rund 85.000 Euro, die für die rund 1260 registrierten Hunde an die Stadtkasse abzuführen sind. Indes reicht eine Aufwandsteuer wie die Hundesteuer nicht, um ein Defizit von geplant 5,4 Millionen Euro auszubügeln. In diesem Fall erhöhen die Kommunen die Grundsteuern und die Gewerbesteuer.

(gep)
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