Jülicher Land: Bei den Teichwochen wird Wasserstand gesenkt

Jülicher Land: Bei den Teichwochen wird Wasserstand gesenkt

Alljährlich organisiert der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) seine Teichwochen. Dabei werden die Mühlenteiche kontrolliert und von Unrat gereinigt. Bewuchs wird in erforderlichem Umfang zurückgeschnitten. Dazu wird der Wasserstand jeweils abgesenkt und bei einer Wasserführung von nur etwa 20 Zentimeter zum Schutz der in den Teichen lebenden Fische belassen.

In Senken und Mulden kann der Wasserstand dabei höher sein. Auch Teichanlieger können in dieser Zeit Arbeiten an den Uferbereichen erledigen, müssen das aber mit dem Umweltamt des Kreises und dem WVER abstimmen.

Die Mühlenteiche im Düren-Jülicher Land sind Gräben, die von der Rur abgeschlagen werden. Sie versorgen teilweise schon seit dem Mittelalter anliegende Gewerbe- und Industriebetriebe mit Nutzwasser. In historischer Zeit wurde die Wasserkraft häufig als Antriebsquelle genutzt, heute stehen Nutzungen als Betriebs-, Kühl- und Löschwasser im Vordergrund.

Kinder sollten hier nicht spielen

Der WVER weist darauf hin, dass das Betreten der abgesenkten Mühlenteiche für Unbefugte nicht erlaubt ist. Sie sollten auch von Kindern nicht zum Spielen genutzt werden. Ebenso betont der Verband aus gegebenem Anlass, dass während der Teichwochen in den abgesenkten Teich das Abfischen von Fischen auf jegliche Art und Weise, auch mit Stellnetzen, grundsätzlich verboten bleibt. Es erfüllt den Tatbestand der Fischwilderei, verstößt gegen Tierschutzgesetze und stellt damit einen Straftatbestand dar.

Am letzten Tag der Teichwochen besteht besondere Gefahr im Gewässer: Dann werden die Schütze wieder geöffnet, und eine größere Wasserwelle fließt in die Teiche.

Der Krauthausen-Jülicher Mühlenteich (KJT) wird vom 31. August bis 4. September bearbeitet.

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