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Familienmatinee „Peter und der Wolf“: Beeindruckende Klangbilder und akrobatischer Einsatz an der Orgel

Familienmatinee „Peter und der Wolf“ : Beeindruckende Klangbilder und akrobatischer Einsatz an der Orgel

Mit einem musikalischen Märchen für Groß und Klein hat die Matinee zur Marktzeit der Pfarre Heilig Geist viele Besucher in die Propsteikirche gezogen.

Zu einer ganz besonderen Matinee zur Marktzeit lud die Pfarre Heilig Geist ein. Das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ wurde aufgeführt, ein Märchen für große und kleine Kinder und natürlich auch für Erwachsene. Sergej Prokofjew vollendete diese zauberhafte Musik 1936 und vollbrachte damit ein kleines Meisterwerk. Es eignet sich besonders gut, um Kinder an gute Musik heranzuführen und spielerisch mit dem Klang von Instrumenten vertraut zu machen.

In einer neuartig musikalischen Form, melodisch und genial erdacht, werden uns die Klangbilder immer vertrauter. Wir verbinden sie mit den handelnden Personen und Tieren, erkennen ihre Eigenart, ihre Bewegung, ihre Intention. Die Musik untermalt die Handlung, die in deutlich markanten Texten dargestellt wird. Jede Märchengestalt wird von einem Motiv und einem charakteristischen Musikinstrument dargestellt.

Für Peter, der fröhlich und beschwingt den Garten betritt, stehen die Geigen, das Fagott für den bedächtigen Großvater. Die Flöte spielt für den zwitschernden Vogel, die Oboe für das watschelnde freche Entchen, die Klarinette für die Katze, die auf weichen Pfötchen herumschleicht und auf Beute lauert. Ein spannendes Spiel entfaltet sich, der gefährliche graue Wolf wird letztlich von Peter gefangen und in den Zoo gebracht.

Torsten Laux und Christof Rück imitierten die Stimmen, die eigentlich für Orchesterinstrumente geschrieben wurden, perfekt nach einer Transkription für vier Hände und vier Füße an der Orgel in meisterlichem Zusammenspiel und mit fast akrobatischem Einsatz. Erzählt wurde die Geschichte parallel zur Musik von den Sprechern Anna Rohowsky und Helmut Groebel. Veranschaulicht wurde das Märchen durch die Illustrationen eines Kinderbuches, die groß auf einer Leinwand im Altarraum passend zu den Szenen eingeblendet wurden.

Die Symbiose aus Musik, Text und Illustration fing die Aufmerksamkeit der kleinen Gäste voll ein, sie ließen sich auf diese Elemente ein und gingen begeistert mit. Mit viel Spaß konstatierten die Zuhörer, dass die Geschichte mit einem gewissen Lokalkolorit versehen wurde. Der Wolf kam tatsächlich von der Sophienhöhe, die ängstlichen Jäger hatten sich im Liebevoll Mut angetrunken, der Wolf fand seine Bleibe im Brückenkopfpark und auch die Ente, die von ihm verschluckt wurde, freute sich bei bester Gesundheit auf ihren Aufenthalt dort.

Die gut besetzten Bänke der großen Kirche zeigten, wie viel Interesse an solchen Veranstaltungen besteht. Viel Applaus gab es für die gute Idee, auch einmal ein Kinderkonzert anzubieten und für die liebevolle Gestaltung der Aufführung, die den Zuhörern aller Altersklassen viel Freude bereitete.