Jülich: Beachvolleyball-Spektakel auf dem Schlossplatz erntet viel Lob

Jülich : Beachvolleyball-Spektakel auf dem Schlossplatz erntet viel Lob

Der Jülicher Schlossplatz wird im Sommer 2019 vermutlich wieder von 5000 Tonnen Quarzsand bedeckt. Denn die Wahrscheinlichkeit ist seit dem Wochenende hoch, dass die Endrunde um die Westdeutsche Beachvolleyball-Meisterschaft zum dritten Mal in der Jülicher Innenstadt ausgetragen wird.

Schon im Zelt für die geladenen Gäste hat Landrat Wolfgang Spelthahn seine Argumente für eine Neuauflage in Jülich bei Hubert Martens vorgetragen. Spelthahn ist Schirmherr des Turniers, Martens der Präsident des Westdeutschen Volleyball-Verbands. „Ich bin glücklich mit diesem Standort“, sagte Spelthahn mit Blick auf den Schlossplatz. Mit Blick auf die Zuschauerränge ist die Jülicher Innenstadt mutmaßlich der Austragungsort, der die meisten Zuschauer in der Geschichte des Turniers seit 2001 anzieht.

Sehr gute Zusammenarbeit

Zwar hatte es nach der Premiere vereinzelt Kritik gegeben, dass das Aufschütten und anschließende Abtragen des Sandes dem Schlossplatz nicht gut bekomme. „Aber ich kann sagen, dass Bürgermeister und Rat in Jülich hinter dem Turnier stehen. Überhaupt klappt die Zusammenarbeit mit der Stadt sehr gut“, schilderte Spelthahn.

Bis 2016 hat der DKB Beach-Cup meistens als Einladungsturnier auf dem Dürener Rathausplatz stattgefunden, dreimal musste er ausweiche, zweimal davon nach Jülich. Seit dem vergangenen Jahr werden keine Teams mehr eingeladen. Der Ausrichter Kreis Düren hatte sich um die Endrunde der NRW-Meisterschaft beworben und den Zuschlag erhalten. Weil vor dem Dürener Rathaus umgebaut wurde, kam der Umzug nach Jülich.

„Der Aufbau hier ist einfacher. Der Standort ist günstig gelegen. Das Ambiente ist gut“, sagte Spelthahn mit Blick auf die vollen Tribünen kurz vor den Finalspielen. „Und die Zuschauer nehmen das an.“ Selbst die Regenschauer am Samstag hätten daran nichts geändert.

Martens nickte freundlich und lieferte dann selbst ein Argument für Jülich 2019. „Die Aktiven sind voll des Lobes. Das ist eigentlich das Wichtigste.“

Sandra Ferger, die die Konkurrenz der Frauen mit Christine Aulenbrock gewinnen konnte, sprach von einem „tollen und begeisterungsfähigen Publikum und einer sehr guten Organisation. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr nochmal hier spielen können.“ Turnierdirektor Bernd Werscheck, der den DKB Beach-Cup 2001 mit aus der Taufe gehoben hatte, merkte mit einem Lächeln auf den Lippen an: „Ich hätte nichts dagegen.“

Auf eine Rückkehr hofft auch der zweifache Sieger von Jülich, Thomas Stark, der am Sonntag seinen Titel verteidigen konnte. „Die Zuschauerränge waren jetzt auch im zweiten Jahr voll, obwohl das Wetter nicht ganz so gut war. Das Turnier scheint hier ganz gut anzukommen.“

Der Meinung war auch das Publikum und applaudierte laut, als Spelthahn bei der Siegerehrung am Mikrofon mündlich eine „offizielle Bewerbung“ bei Hubert Martens einreichte. Der erklärte, das zu begrüßen, verwies aber darauf, dass Präsidium des Westdeutschen Volleyball Verbandes das zu entscheiden habe.

Im vergangenen Jahr fiel die Entscheidung für Jülich aus. Diesmal ist zumindest die Wahrscheinlichkeit hoch.

Mehr von Aachener Zeitung