Linnich: Baustellenfest in Linnicher Innenstadt

Linnich : Baustellenfest in Linnicher Innenstadt

Als eine von 68 Kommunen aus NRW nahm Linnich am vierten „bundesweiten Tag der Städtebauförderung“ teil, zu dem das Bundesbauministerium, die Länder, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund einladen. Der erste Bauabschnitt der Umbauarbeiten im Rahmen des von Bund und Land geförderten Integrierten Handlungskonzeptes ist „soweit abgeschlossen“.

So lautete das Motto des zweitägigen Baustellenfestes auf der Rurstraße „Alles neu macht der Mai“. Ausrichter waren die Gewerbetreibenden und die Stadtverwaltung Linnich. „Das Wetter passt, die Musik passt“, freute sich Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker. Eine Schwarzdecke auf der Rurstraße war bereits aufgebracht, „der Feinschnitt kommt erst zum Schluss“, wie die Bürgermeisterin betonte.

Dieser wird sich bis ins erste Quartal 2019 hinziehen, „das wird sich nicht vermeiden lassen“. Grund für die Zeitplanänderung war „das Zusammenspiel von Hausanschlüssen und Versorgungsleitungen verschiedener Versorgungsträger“, wie Schunck-Zenker auf Anfrage zusammenfasste. Die vielen Gäste saßen hauptsächlich draußen, genossen den Sonnenschein, die Dürener Brass Band „Brass für Spass“ und die Möglichkeit, gemütlich draußen im Stadtzentrum Kaffee zu trinken oder Eis zu essen.

Auf die Kinder warteten einige Attraktionen wie Kinderschminken mit Glitzertattoos oder das Baustellen-Buddeln nach verschiedenen „Diamanten“. Die erzielten Punkte durften in den Geschäften gegen Süßigkeiten oder andere Kleinigkeiten eingetauscht werden. „Brass für Spass“ unter Leitung von Martin Schädlich spielte am Samstag Klassiker wie „Prismatic Light“ von Alan Fernie, Filmmusik wie „Floral Dance“ aus „Brassed off“ oder ein Beatles-Medley. Besonders passte das Stück „Haslemere“, das ein Stadtleben beschreibt.

„Das hier ist ein Zukunftsprojekt, was staubt, aber in Zukunft glänzt“, fand Ratsmitglied Stefan Wenders eine Beschreibung für die Situation in Linnich, die wegen der Zeitplanänderung und der Beschwerde der Gewerbetreibenden in die Schlagzeilen geraten war. „Wir wussten, dass es schwer wird, aber dass es so extrem wird, damit haben wir nicht gerechnet“, betonte Sarah Venrath, Inhabertochter im „Lädchen“, die draußen auf Kunden wartete. In den ersten eineinhalb Stunden des Baustellenfestes hatte sich noch kein Kaufinteressent bis zum Kreisel an der Kirchstraße vorgewagt. Kerstin Schmalen und Stefan Foit aus dem Fachbereich Bauen/Planen brachten die Baustraße gerne Interessierten näher oder stellten auf Wunsch die weiteren Ausbaupläne und ein Masse-Modell vor.

(ptj)