Barmen: Barmener Baggersee: Geschützte Natur beobachten

Barmen: Barmener Baggersee: Geschützte Natur beobachten

Naherholung, insbesondere aber auch Naturschutz - dafür steht der Barmener Baggersee. Doch gerade die vielfältigen Nutzungsansprüche erfordern eine effektive Aufklärung, Information - und Kontrolle. Denn auch in den Sommermonaten, wenn die Badesaison eröffnet wird und Sonnenanbeter in Scharen an den See strömen, muss der Schutz der Flora und Fauna gewährleistet werden.

Dafür sorgt die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren, die eine Ordnungspartnerschaft mit der Stadt und Polizei Jülich, der Bürgerinitiative Barmen und Naturschutzverbänden eingegangen ist.

„Diese Ordnungspartnerschaft ist ein entscheidender Schritt zum Naturschutz im Einklang mit Naherholungsinteressen”, erklärt Egbert Wilhelm, Leiter der Dürener Behörde. „Die Natur zu schützen geht nur gemeinsam. Aber die Menschen müssen verstehen, worum es geht, damit sie die Spielregeln einhalten.” Deshalb werden die Besucher des Barmener Sees mit Flyern, Hinweistafeln und Informationen durch das Ordnungsteam über die Bedeutung des Barmener Sees als Teil eines Naturschutzgebietes gezielt aufgeklärt.

Mehrere Stunden am Tag schauen zudem eigens von der Stadt eingesetzte Ordnungskräfte nach dem Rechten. „Die Partnerschaft ist sehr erfolgreich. Die Ordnungswidrigkeiten sind weniger geworden”, sagt Ordnungsamtchef Hans Pinell.

Dennoch gebe es immer noch Probleme, fügt er hinzu. Besonders der zurückgelassene Müll feiernder Jugendlicher mache immer wieder Ärger. Und die Mitglieder der Naturschutzverbände ärgert vor allem die Unbelehrbarkeit vieler Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner im Naturschutzgebiet nicht an der Leine halten. „Die Hunde stören die Enten und andere Vögel in der Brutzeit”, sagt ein Tierschützer.

Ein weiterer Meilenstein zum besseren Verständnis soll in einer Gemeinschaftsaktion der Naturschutzverbände und der Bürgerinitiative erreicht werden: Am Rurufer-Radweg wird auf Broicher Seite eine Beobachtungsstation errichtet. „Informationstafeln und Führungen durch die Naturschutzverbände sollen beitragen, den Besuchern die ökologische Bedeutung des Gebietes mit seiner vielfältigen Tierwelt näher zu bringen und Verständnis für erforderliche Regelungen zu erzielen”, so Wilhelm.

Mehr von Aachener Zeitung