Jülich: Barmen versiebt 4:0-Führung noch

Jülich: Barmen versiebt 4:0-Führung noch

„Nein, das war kein Spiel für uns als Trainer, dies war ein tolles Fußballspiel für die Zuschauer“, sagte nach dem Abpfiff in Barmen Gästetrainer Torsten Zimmer. Als Spieler hatte er schon einmal das Vergnügen, einen großen Rückstand wettzumachen. Aber nicht als verantwortlicher Übungsleiter an der Seitenlinie, was ihn einiges an Nerven kostete.

„Kurz vor der Halbzeit habe ich gedacht, dass wir mit einer zweistelligen Packung nach Hause geschickt würden“, gab Zimmer Einblick in sein Seelenleben. Denn zuvor musste er erleben, dass die Salingia seinen Keeper Alexander Kaliatzidis innerhalb von 25 Spielminuten vier Mal „vernascht“ hatten.

„Da konnte der Junge absolut nichts halten“, kommentierte Barmens Trainer Herbert Smolarski die 4:0-Führung zur Pause, mit der die Viktoria noch gut bedient gewesen sei. „Ja, es hätten noch zwei oder drei Tore mehr sein können“, bestätigte Zimmer, dessen Befürchtungen vor dem Anpfiff wahr wurden: Die beiden Angreifer Max Kick und Olli Becker standen berufsbedingt nicht zur Verfügung. „So hatten wir vorne gar keine Entlastungen, Barmen hat uns förmlich überrannt.“

So griff Zimmer nach eigenem Bekunden notgedrungen in die Taktikkiste, stellte in der Defensive um und schickte Daniel Ecker in den Sturm. Im Nachhinein war das ein Glücksgriff. Denn Ecker drehte die Partie, erzielte innerhalb von einer halben Stunde drei Treffer.

„Die Birkesdorfer haben sozusagen unser Spiel aus der ersten Halbzeit kopiert, haben uns dann schwindelig gespielt“, erkannte Smolarski neidlos an, stellte deshalb auch fest, dass mit dem 4:4, erzielt in der Nachspielzeit durch Philipp Decker, die „Verhältnisse wieder gerade gerückt waren, die Punkteteilung völlig in Ordnung geht.“

(hfs.)