Radschnellweg: Bahnradweg von Aachen nach Jülich wird bis 2019 gebaut

Radschnellweg : Bahnradweg von Aachen nach Jülich wird bis 2019 gebaut

In Sachen Klimaschutz ist Fahrradfahren wohl alternativlos. In den nächsten ein bis drei Jahren dürfte sich die Infrastruktur für umwelt- und gesundheitsbewusste Pendler im Jülicher Land ganz erheblich verbessern, denn nach zweieinhalb Jahren hat die Bezirksregierung einen Förderantrag des Kreises Düren zum Ausbau des Bahnradweges von Aachen nach Jülich bewilligt.

Das erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Kreis- und Regionalentwicklung unlängst. Bedeutet: Während der Teil dieser Rad-Schnellverbindung von Aachen bis zur Dürener Kreisgrenze schon weitgehend ausgebaut ist, kann nun tatsächlich auch das Teilstück von Aldenhoven bis Jülich in zwei Abschnitten realisiert werden.

Grundsätzlich entsteht hier für Berufspendler aus dem Jülicher Land oder aus der Städteregion in Richtung Herzogstadt eine Alternative zur Anreise mit motorisierten Gefährten, von E-Bikes einmal abgesehen. „Die eingeworbenen Fördergelder ermöglichen den Ausbau des derzeit qualitativ mäßigen Radweges zu einer hochwertigen, schnellen Radwegeverbindung zwischen dem Oberzentrum Aachen und dem Mittelzentrum Jülich“, lautet die Einschätzung der Kreisverwaltung. Am Ende soll eine „durchgängige Routenführung Aachen-Jülich-Düren“ ermöglicht werden, denn der Bahnradweg soll einen verbesserten Anschluss zum Ruruferradweg erhalten, der seinerseits ertüchtigt wird.

Grafik: ZVA/Thomas Heinen, Quelle: Ingenieurbüro Behler/Kreis Düren, Kartendaten: Google, DigitalGlo.

Ein guter Anschluss wäre auch für einen zweiten Radschnellweg im Kreis erforderlich, dessen Realisierung im ersten Anlauf nicht gefördert wurde: zwischen Düren und Jülich entlang der Rurtalbahnstrecke. Landrat Wolfgang Spelthahn hat angekündigt, hier einen zweiten Versuch zu unternehmen, Fördermittel zu erhalten.

70 Prozent Förderung

Zurück zum Bahnradweg: Hier beträgt die Förderung 70 Prozent der geschätzten Kosten von gut einer Million Euro für den ersten Bauabschnitt, der zur Jülicher Rübenstraße führt.

Der Jülicher Klimaschutzmanager Sebastian Ross hat allen Grund zur Freude: „Das ist eine sehr schöne Entwicklung, die da vorangeht.“ Der Mann, der selbst ein kleines Fahrrad-Förderprogramm für die Stadt Jülich zusammengestellt hat, sieht nun an vielen Stellen Entwicklungen: „Es gibt eine Menge loser Stränge, aber wir stehen mit dem Kreis in gutem Kontakt, um sie zusammenzuführen.“ Wenn die großen Radwege gebaut oder ertüchtigt sind, geht es natürlich vor allem darum, sie mit dem städtischen Netz optimal zu verbinden.

Sebastian Ross arbeitet in den nächsten Monaten mit den anderen Ämtern der Verwaltung daran, die Projekte aus dem erfolgreichen Beitrag beim Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ bis zum Sommer zu realisieren. Insgesamt 235.000 Euro fließen als Förderung. Der Fahrradparkplatz neben der Tourist Info auf dem Schlossplatz gehörte dazu. Weitere anstehende Maßnahmen sind laut Ross eine Aufwertung des Radweges auf der Dürener Straße (Betonpflaster hinter den Schienen). Daneben soll der Radweg an der Landesstraße 253 (entlang der Caravan-Händler) auf einer Länge von rund 400 Metern auf Vordermann gebracht werden.