Jülich: Automobile Schätzchen auf Überlandfahrt

Jülich: Automobile Schätzchen auf Überlandfahrt

Am vergangenen Wochenende gehörte die Jülicher Innenstadt rund um die Zitadelle erneut den Autos, die älter als 30 Jahre sind, und eine weithin sichtbare Teilnehmernummer besitzen, denn es war wieder soweit und das mittlerweile 21. Internationale Gold-Race Indeland des MSC Huchem-Stammeln konnte starten.

„In diesem Jahr haben wir 84 Teilnehmer, die in den beiden Kategorien Sport und Touristik antreten“, berichtet Michael Gries, der auch in diesem Jahr die startenden Wagen in der Nähe des Hexenturms dem Publikum vorstellt und anschließend auf die Reise schickt.

Dabei waren natürlich viele Schätzchen, die von ihren Besitzern aus der Garage geholt, auf Hochglanz poliert und nun stolz präsentiert wurden. Hierbei waren beispielsweise Automodelle vertreten vom Triumph TR 2000 von 1948 über einen Chevrolet Special Deluxe in Polizeiversion aus dem Jahr 1941, den Alfa Romeo Giulia Sprint 1600 von 1963 bis hin zum klassischen VW Käfer.

Neuere Modelle waren der Opel Manta, der Audi 80, der Mercedes Benz 190 SL bis hin zum VW Polo. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus dem Kreis Düren, aus dem Raum Aachen, vom Niederrhein, aus Düsseldorf, der Eifel oder dem Ruhrgebiet.

Natürlich hatte es sich der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Gunia nicht nehmen lassen, den Start für die ersten Wagen frei zu geben. Die Strecke führte durch den Alt-Jülicher Kreis und ging bei Gangelt über die Grenze in die Niederlande, wo eine kurze Mittagspause im Restaurant „De Lier“ bei Schinveld eingelegt wurde. Die Strecke musste anhand der Bordhandbuchs mit Hilfe von sogenannten Chinesenzeichen „erfahren“ werden.

Verschiedene Prüfungen

Zwischendurch gab es verschiedene Prüfungen wie bei der Sport-Klasse das Zeitfahren, bei dem die Zeit der Fahrzeuge mit Lichtschranken exakt gemessen wurde. Bei der Touristik-Klasse war vor allem die Geschicklichkeit der Teams gefordert. Kontrollposten mit Stempeln bei beiden Kategorien sorgten dafür, dass die vorgegebene Strecke von allen Fahrern eingehalten wurde.

Die Touristikstrecke war rund 160, die Sportstrecke 200 Kilometer lang. Zum Ende der Tour trafen sich alle Teilnehmer auf dem Gelände des Gymnasiums Zitadelle, wo es im Anschluss ein gemeinsames Abendessen gab. „Es war eine schöne Strecke kreuz und quer durchs Jülicher Land, und es hat echt Spaß gemacht“, lobte Mario Müller aus Kohlscheid, der mit seinem Chevrolet zum wiederholten Mal an der Jülicher Oldtimerrallye teilgenommen hat.

Nach der Ermittlung der jeweiligen Punkte gab es für die Erstplatzierten in den verschiedenen Kategorien die begehrten Pokale. Die Teams aus dem Jülicher Raum erzielten folgende Ergebnisse: Den ersten Platz in der Touristik-Klasse T1 belegten Christel Kraft und Roswitha Reuscher mit ihrem Mercedes Benz 190 SL aus dem Jahr 1956, den dritten Platz belegten Harry Wind und Claudia Wind mit ihrem Lincoln Capri Coupe von 1953. In der Klasse T3 belegten Marion Pfennings und Claudia Lieth den fünften Platz mit ihrem Mercedes Benz 230 Typ 123 von 1979.

Der achte Platz ging an Jannik Hülsmann und Ralph Hülsmann mit ihrem VW Käfer Cabrio von 1978. Die Gesamtsieger in der Klasse Tourensport sind Marian Bronny und Claudia Kowalsky-Bronny aus Baesweiler mit ihrem Opel Manta A von 1972. Die Sieger in der Klasse Sport kommen aus Dülken. Alexander Kremer und Klaus Schewior konnten diesen Erfolg mit ihrem BMW 1802 von 1971 feiern.

(bw)