Koslar/Köln: Auszeichnung und Förderung für Fußballerin aus Koslar

Koslar/Köln : Auszeichnung und Förderung für Fußballerin aus Koslar

Samstagnachmittag um 15 Uhr ist es soweit, dann wird das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln angepfiffen. Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München kämpfen um den Cup. Und irgendwo in den Menschenmassen, die das Fan- und Familienfest rund ums FC-Stadion besuchen, ist auch Tarah Nickele aus Koslar unterwegs.

Doch ist es nicht das hochkarätige Fußballspiel, das die 22-Jährige nach Köln lockt — zumindest nicht in erster Linie.

Denn in diesem Jahr steht die aktive Fußballerin, Schiedsrichterin, Trainerin einmal selbst auf der großen Bühne. Der Fußballverband Mittelrhein (FVM) verleiht der engagierten Sportlerin für ihren ehrenamtlichen Einsatz auf dem grünen Rasen die Marko-Tillmann-Plakette. Benannt nach dem 2014 bei einem Unfall verstorbenen ehemaligen FVM-Vorsitzenden, ist die Plakette Auszeichnung und zugleich Förderung für das Engagement junger Ehrenamtler. Tarah Nickele ist die bisher vierte Trägerin des Preises. Verbunden mit der Auszeichnung ist die Übernahme der Kosten für einen Fortbildungslehrgang.

Trainerin im Mädchentreff

Lehrgänge hat die junge Frau schon einige absolviert, unter anderem die Ausbildung zur Schiedsrichterin. Seit Januar 2015 leitet Nickele als Unparteiische das Spielgeschehen auf den Plätzen der Region. Ebenfalls seit 2015 engagiert sie sich als Trainerin im Mädchentreff ihres Heimatvereins SV Viktoria Koslar. Dort ist sie, mit Initiator Dr. Wolfgang Speier, zusätzlich im Netzwerk zwischen Grundschule, Gymnasium, Kitas und dem Sportverein aktiv und bringt mit ihrem Einsatz zahlreichen Mädchen und Jungen den Spaß am Fußball näher.

Unermüdlich ist die 22-Jährige auch bei Aktionstagen dabei, hilft im Fußballkreis Düren und engagiert sich nicht zuletzt beim Jugendsportgericht. Wenn es die Zeit dann noch erlaubt, tritt sie als Spielerin in der Mannschaft des TuS Jüngersdorf gegen den Ball.

Wenig verwunderlich bei so viel Begeisterung für ihren Sport, hat sich die Ehrenamtlerin dazu entscheiden, das Hobby zum Beruf zu machen und studiert an der Kölner Sporthochschule Sportwissenschaften. Und was sind ihre Pläne für die Zukunft? Da hat Tarah Nickele recht konkrete Pläne, dem Fußball würde sie gerne treu bleiben: „Ein Job beim FVM wäre cool, am liebsten in der Kinder- und Jugendförderung.“ Aber egal, wie die künftige Aufgabe genau aussieht, eines ist ihr ganz wichtig: „Ich möchte auf jeden Fall etwas Praktisches machen, bloß keinen Bürojob.“

(brs)