Jülich: Ausstellung im Renaissancegarten: Spaziergang durch Weltkulturen

Jülich: Ausstellung im Renaissancegarten: Spaziergang durch Weltkulturen

Vogelmenschen und Augenpflanzen, Flügelpferde, 1000- armige Götter und mythische Fabelwesen bevölkern diesen Sommer den Renaissancegarten. Sie alle gehören zum „Dialog der Weltkulturen“, einer Ausstellung, die der bekannte chinesisch-deutsche Künstler Ren Rong dort am Internationalen Museumstag bei strahlendem Sonnenschein eröffnete.

29 übermannsgroße Stelen recken sich seitdem im Schlossgarten empor, drei weitere sind auf den Wällen zu sehen und kleinere Werke warten in den Ausstellungsräumen. Sie erzählen von einer Vision Ren Rongs, der Idee von Frieden, Harmonie und Völkerverständigung. Wer die Stelen betrachtet, dem kommt diese Idee so greifbar nahe vor. Fröhlich und wie selbstverständlich packt der Künstler Formen und Symbole aus Natur, Gesellschaft und Jahrhunderte alten Kulturen zu ornamentalen Metallstelen zusammen, die er Pflanzenmenschen nennt.

Fremdartig muten sie zunächst an, doch wer sie näher ins Auge fasst, findet überall Vertrautes. Hier eine lachende Sonne, dort römische Wölfin, ein fliegender Drache oder Zahlen und Währungssymbole. Einen Pfad durch den Dschungel der Assoziationen und Motive von Ren Rongs Ausstellung bieten die Kuratorenführungen des Museums, deren erste am Sonntag, 18. Juni, startet. Um 11 Uhr lädt Dr. Christoph Fischer zu einem Spaziergang durch die Weltkulturen, stellt einzelne Motive vor und erläutert Konzept und Hintergrund der Ausstellung.

Weg und Ziel sind dabei nicht vorgegeben, geleitet von den bildgewaltigen Motiven der Werke und inspiriert durch die Entdeckungen der Teilnehmer entspannt sich so ein Dialog zwischen Kunst und Betrachter. Die Führung ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich, lediglich der Museumseintritt muss entrichtet werden.

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