Jülich: Ausschussempfehlung: Teile des Trommelwäldchens werden nicht verkauft

Jülich: Ausschussempfehlung: Teile des Trommelwäldchens werden nicht verkauft

Teile des so genannten Trommelwäldchens im Jülicher Nordviertel werden nicht verkauft. Diese Empfehlung gab am Donnerstag der Jülicher Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss einstimmig.

Auf Antrag der Grünen wurde dieser grundsätzliche Beschluss aus dem nichtöffentlichen in den öffentlichen Teil verlagert. Nach einem sehr langen Sitzungsabend machten die Kommunalpolitiker keine großen Worte mehr, sondern positionierten sich eindeutig. Bei einer solch breiten Mehrheit ist davon auszugehen, dass sich auch der Haupt- und Finanzausschuss entsprechend verhält.

Diese kleine „grüne Oase” mitten in der Stadt ist ein durchaus geschichtsträchtiger Ort, denn die Anpflanzung der Bäume erfolgte vor über 50 Jahren, nachdem dort zuvor die Trümmer der im Krieg zerstörten Herzogstadt in Gräben und Bombentrichter geschüttet worden waren. Der Name „Trommelwäldchen” stammt auch aus der Militärvergangenheit der Stadt. Genau hier lernten die Spielleute der alten Unteroffiziersschule das Trommelschlagen. Im Boden befindet sich auch noch das Bodendenkmal Lünette A.

Ein Anwohner wollte nun Teile (etwa 3500 Quadratmeter) kaufen und hätte einen für die Stadt durchaus ansehnlichen sechsstelligen Betrag bezahlt. Dagegen hatte sich im Nordviertel Protest gerührt. Rechtsanwalt Peter Dech hatte einen Bürgerantrag gestellt, jeden Verkauf des Wäldchens auch teilweise zu untersagen.

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