Jülich: Ausgezeichnete Projekte: Junge Menschen bewahren die Erinnerung

Jülich: Ausgezeichnete Projekte: Junge Menschen bewahren die Erinnerung

Auf der Gedenkveranstaltung anlässlich des Internationalem Holocaust-Tages in der Schlosskapelle hat die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz weitere Auszeichnungen verliehen, an Projekte junger Menschen, die sich im Sinne der Ziele der Gesellschaft engagieren.

Gesellschaftsmitglied Marco Maria Emunds, Geschichtslehrer am Gymnasium Haus Oberbach, nahm die Ehrung der vier Projekte vor.

Der Religionskurs des Mädchengymnasiums unter der Leitung von Dr. Andreas Kuhlmann hat die Gräber jüdischer Mitbürger in der Region besucht und alle zusammengetragenen Daten in einer Übersicht erfasst.

Die Literatur-Kurse von Martina Sowa und Pia Pflugfelder am Gymnasium Zitadelle haben ein Theaterstück entwickelt, dass am 20. und 21. Juni in der Zitadelle aufgeführt wird. Kern des Theaterstücks ist die Freundschaft zwischen einem Juden und einem Christen in der Zeit zwischen 1914 und 1954.

Schüler des Berufskollegs Jülich unter der Leitung von Christiane Krauss und Ruth Maria Look sowie die Konfirmandengruppe der Evangelischen Gemeinde Aldenhoven unter der Leitung von Charlie Cervigne haben die Gedenkveranstaltung am 9. November mitgestaltet, indem sie ihre Gedanken zu den Worten Ausgrenzung, Verfolgung, Flucht und Ermordung formuliert und vorgetragen haben.

Eine weitere Auszeichnung ging an das Junge Theater Düren unter der Leitung von Ursula Keppler. In der Aufführung werden die Zuschauer mit Aussagen von Kindern über ihre Erlebnisse in Konzentrationslagern konfrontiert.

(jan)
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