Linnich: Ausgelassene Partystimmung beim Brings-Konzert

Linnich: Ausgelassene Partystimmung beim Brings-Konzert

„Seid ihr Brings?”, ruft Sänger und Gitarrist Peter Brings seinem Linnicher Publikums zu. In Scharen sind die gekommen, das Konzert der Kölner Mundart-Band war schon lange im Vorfeld ausverkauft. Und die Brings-Fans lassen mit der Antwort nicht auf sich warten. Ein lautes „Ja” hallt durch das Linnicher Festzelt.

Die ausgelassene Stimmung hielt vergangenen Samstag den ganzen Abend an. Peter Brings spielte mit seinen Bandkollegen Stephan Brings (Bass, Gesang), Kai Engel (Keyboard, Gesang), Harry Alter (Gitarre, Gesang) und Christian Blüm (Schlagzeug, Gesang) einen Hit zum Mitsingen nach dem anderen. „Wir brauchen euch. Besonders bei der Hitze singt es sich schlecht allein”, sagte Peter Brings.

Begeisternd

Doch auch ohne diese Einladung hätten die Linnicher Fans wohl laut mitgesungen. Ob Songs wie „Dat is geil”, „Rään” oder „Bazille”, ob langsam und leise oder schnell und rockig laut, keiner der Zuschauer musste auch nur einen Moment Langeweile haben. Das galt für Jung und Alt. Denn ob die betagte Dame von 80 Jahren oder der junge Hüpfer von zehn Jahren - „Brings” begeisterte ausnahmslos jede Altersklasse und sorgte nicht nur mit den Songs, sondern auch mit der Lichtshow, mit Tanzeinlagen wie mit humoristischem Ankündigen ihrer Songs für beste Stimmung.

„Wir waren ja erst davon überzeugt, wir fahren in die Eifel”, scherzte Stephan Brings vor dem Hit „Eifel”, der textsicher vom Publikum mitgesungen wurde.

Gespaltene Meinung verbreitete allerdings das Statement „Wir sind die einzig waren Cheerleader des 1. FC Köln”, das von der Bühne herunterhallte. Zwischen Begeisterungsstürmen und lauten „Buh”-Rufen zeigte sich das Publikum wohl das einzige Mal an diesem Abend uneinig. Die anschließende Tanzeinlage der Band mit silbernen Cheerleader-Pompons besänftigte allerdings auch die Gegner des 1. FC Köln, denn die Tanzschritte und das synchrone hin und her Bewegen der Pompons war bei den fünf gestandenen Musikern wirklich ein Anblick der besonderen Art.

Wie das bei Bands so üblich ist, steht normalerweise vor allem einer im Mittelpunkt - der Sänger. Nicht so bei „Brings”. Auch Schlagzeuger Christian Blüm konnte bei einem Solo sein ganzes Können unter Beweis stellen. „Wollt ihr dem Kai seine Beine sehen?”, fragte Peter Brings außerdem. Natürlich wollte das Publikum. Und so trat Keyboarder Kai Engel nach vorne und übernahm die Federführung.

„Brings” sorgte am Samstagabend für derartig gute Stimmung, dass es nicht wundert, dass das Konzert der Kölsch-Rockband so schnell ausverkauft war.

Das freute den Organisatoren des Konzertabends sicherlich in besonderem Maße. Schließlich landete die Stadtgarde Linnich mit diesem Konzert zu ihrem 3 x elfjährigen Bestehen einen echten Hit. Ein grandioses Geburtstagsständchen.

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