Jülich: Auftakt zum 19. Fußball-Ferien-Camp der „Zehner“

Jülich : Auftakt zum 19. Fußball-Ferien-Camp der „Zehner“

Sonnenschutzcreme, Trinkflasche und ein Käppi sind in den kommenden vier Tagen Pflicht. Jedenfalls für die rund 80 Kids, die am 19. Fußball-Ferien-Camp der Jülicher „Zehner“ im Karl-Knipprath-Stadion teilnehmen.

Dieses begann Dienstagmorgen mit der Gruppeneinteilung und dem Hinweis des SC-Vorsitzenden Michael Lingnau, „doch unbedingt auf diese Utensilien zu achten“. Der Hinweis galt nicht nur den Eltern, Betreuern und Trainern, sondern auch den Jugendlichen selbst, die es nicht erwarten konnten, dem runden Leder hinterher zu jagen.

Dies, und darauf machten die beiden Cheforganisatoren Hans Scheiba und Peter Kosprd — sie riefen das Jugendcamp ins Leben — aufmerksam, wird nur an den Vormittagen möglich sein. „Nachmittags herrschen hier im Stadion weit über 40 Grad, da werden wir kein Training durchführen“, sagten sie. Natürlich hatten sie sich vorab über die Wetterprognosen informiert. Diese versprechen bis zum abschließenden Familientag am Samstag Sonne pur, vielleicht auch einige kleine Regenschauern. „Aber die nehmen wir gerne als Abkühlung“, meinte Lingnau, der sich beim Schirmherrn Rolf Zick, Versicherungsagent aus Jülich, bedankte. Denn der macht es möglich, dass erstmals am Schlusstag eine Liveband, die „Rumtreiber“, auftritt. Das Camp mit seinem Angebot sei aber nur dank der vielen Sponsoren möglich. So begrüßte Kosprd auch diese mitsamt den vielen Eltern, Betreuern und Trainern, insgesamt 15 an der Zahl.

Urgestein verhindert

Dass ausgerechnet zur Eröffnung des 19. Camps Andreas Ryzynski fehlte, bedauerte das Chefteam außerordentlich. Ausgerechnet an seinem 58. Geburtstag war das „Zehner“-Urgestein wegen Krankheit verhindert. „Er war bei allen Camps dabei, wir wünschen ihm von hier aus gute Besserung“, richtete Hans Scheiba aus, um dann zum wichtigsten Teil der Eröffnung zu kommen: Zur Gruppeneinteilung der Kids.

Schnell füllte sich die Zone hinter dem Hinweisschild der „Zehner“-Frösche, die von Katharina Leimbach und Robert Musiol trainiert werden. Beim „FC Bayern München“ hat bis zum Samstag Dietmar Mangels als Coach das Sagen, der „1. FC Köln“ wird von Wolfgang Mittag trainiert, beim „FC Barcelona“ gibt Michael Vonderbank den Ton an. Und die Gruppe um Champignons-Gewinner „Real Madrid“ wird dominiert von Trainer Michael Hermanns.

Die Nachmittage werden im Jülicher Freibad, in den Kasematten des Brückenkopf-Parks oder am dortigen See verbracht. Und angeboten wird auch ein Tennis-Schnupperkurs bei Rot-Weiß Jülich, geleitet von Reinhard Schätzler und Willi Schiefer, die ebenfalls der Eröffnung im Stadion beiwohnten.

„Überall, wo es kühl ist, da zieht es uns hin“, lachte Scheiba.

Ökumenischer Gottesdienst

Besonderen Wert, stellte Peter Kosprd heraus, wird auf den Familientag gelegt. Insbesondere auf den ökumenischen Gottesdienst, der von Pastor Josef Wolff und Pfarrer Horst Grothe gestaltet wird. „Hierzu lade ich besonderes die Eltern unserer muslimischen Kinder ein. Deren Besuch sehe ich persönlich als kleines Dankeschön für die Betreuer und Trainer an“, unterstrich er, um zu ergänzen, dass „bei uns Integration nicht nur groß geschrieben, sondern auch gelebt wird“. Das machte Kosprd unter anderem auch daran deutlich, dass beim diesjährigen Fußball-Feriencamp über 50 Prozent der Jugendlichen muslimischen Glaubens sind. Für eine gute und ausgewogene Beköstigung ist, wie ausdrücklich betont wurde, an allen Tagen bestens gesorgt. Dazu gehört natürlich auch die Getränkeversorgung. Für Letztere können Besucher einen kleinen Obolus entrichten. „Im letzten Jahr haben wir 600 Euro in unserem Sparschwein gehabt, was dem Mädchengymnasium für einen guten Zweck überwiesen wurde. In diesem Jahr hoffe ich auf einen vierstelligen Betrag“, animierte Kosprd zum „kostenlosen“ Verzehr.

Erkennungsmelodie

Dann hörten die Anwesenden die Stimme des verstorbenen Schlagersängers Roy Black. Sein „schöner Tag“ wird schon seit dem ersten Camp gespielt und ist sozusagen die Erkennungsmelodie. Und das es schön wird, daran hatten bei der Eröffnung alle Beteiligten keinerlei Zweifel.

(hfs.)