Titz: Auch Titz profitiert vom Brainergy-Park

Titz : Auch Titz profitiert vom Brainergy-Park

Dem Anfang Januar vorgestellten Masterplan zum Brainergy-Park Jülich folgte nun die Präsentation des Modells im Foyer des Titzer Rathauses. Die dreidimensionale Visualisierung der Bebauung verdeutlicht die Kombination der beiden Komponenten Kernbereich Energiezelle auf etwa sieben Hektar und klassisch bespielter Gewerbepark auf etwa 43 Hektar Fläche.

„Wir sind ein gutes Stück weit enger zusammengerückt“, gab Frank Drewes, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Campus Merscher Höhe, das Ergebnis der Gespräche mit Blick auf die Einbindung der Fachhochschule, des Forschungszentrums Jülich und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wieder.

Die Bündelung der lokalen Kompetenzen bedeute gerade im bundesweit hochaktuellen Megathema Energiewende „ein Pfund, mit dem wir wuchern können“. In der Diskussion um Strukturwandel, Digitalisierung und Energiewende sei es eine clevere Idee, das Projekt als neuen Wirtschaftstreiber auf den Weg zu bringen, besonders in einer Branche, die sich gerade nahezu neu erfinde. Laut Drewes wird spätestens Ende des Jahres bauplanungsrechtliche Sicherheit zu erwarten sein. Die strukturelle Gesamtkonstellation lasse eine sehr optimistische Einschätzung des Förderhorizonts zunächst durch das Land und später durch den Bund zu. Basis dafür sei die Erwartung überregional verwertbarer wegweisender Ergebnisse aus dem Management des wie ein Reallabor agierenden Brainergy-Herzstücks.

Mit der Aussage „Wir wollen nicht Logistik-Schwerpunkt werden“ ließ Drewes eine ungefähre Ausrichtung der gewünschten Unternehmensansiedlungen erkennen.

Der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen erinnerte an die Steigerung der Attraktivität und die Aufwertung der Baugebiete in der Landgemeinde, mit der die im Rat einstimmig beschlossene Abgabe des Planungsrechts für ein Flächenvolumen von 14 Hektar mehr als hinreichend kompensiert werde. „Es wird ein Magnet für die Region sein“, charakterisierte die als Gast anwesende Landtagsabgeordnete Patricia Peill (CDU) den Brainergy-Park, in ihrer Einschätzung ein historisches Projekt im Energiemanagement, das den sich ansiedelnden Betrieben einen großen Standortvorteil böte.

Die Ausstellung des Modells wird in den kommenden zwei Wochen im Titzer Rathaus zu besichtigen sei, danach wandert sie nach Jülich und Niederzier. Interessierten Bürgern bietet Geschäftsführer Frank Drewes Austausch und Dialog per Mail oder Telefon an. Am 22. Februar wird er ab 16 Uhr im Foyer des Titzer Rathauses zu einer Informationsstunde vor Ort sein.

(jago)
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