Jülich: Arbeitsunfall: Kein Anspruch auf Entschädigung

Jülich: Arbeitsunfall: Kein Anspruch auf Entschädigung

Im Arbeitsgerichtsprozess des Jülichers Emir Imamovic gegen die Mondi Jülich GmbH hat nun das Arbeitsgericht Aachen zugunsten der Koslarer Firma entschieden. Die Richter verhandelten einen Arbeitsunfall aus dem Jahre 2006 im damaligen Schleipen & Erkens-Werk.

Damals war der Maschinengehilfe bei einem Arbeitsunfall schwer verunglückt, lag 40 Tage im Koma. Imamovic überlebte den Horrorunfall, bei dem er nach eigener Darstellung in ein Walzenwerk der Fabrik gezogen worden war. Er klagte auf Schadensersatz und Schmerzensgeld gegen den Rechtsnachfolger, die Mondi Jülich GmbH.

In enger Zusammenarbeit mit allen zuständigen Behörden wurden mehr als zwei Jahre lang umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und der Arbeitsunfall bis ins Detail analysiert. Alle Ergebnisse von Berufsgenossenschaft, Bezirksregierung Köln, Staatsanwaltschaft Aachen und Amtsgericht Jülich hatten anschließend ein Fremdverschulden ausgeschlossen.

Das Aachener Arbeitsgericht kam nun ebenfalls zu dieser Überzeugung und bestätigte die bisherigen Einschätzungen und Urteile der Behörden und Gerichte. Somit besteht kein Anspruch gegenüber der Mondi Jülich GmbH als Rechtsnachfolger von Schleipen & Erkens.

Emir Imamovic reagierte sehr gefasst auf die Entscheidung - „Ich hatte mit einem solchen Urteilsspruch gerechnet.” - des Arbeitsgerichts, will aber weiter um eine Entschädigung kämpfen. „Natürlich werden wir jetzt weitergehen, mein Anwalt hat schon alles vorbereitet”, sagt Imamovic.

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