Jülich: Arbeitssieg bringt TTC Indeland zurück in die Spur

Jülich: Arbeitssieg bringt TTC Indeland zurück in die Spur

Vor dem wichtigen Spiel gegen den TTC Ober-Erlenbach wirkten die Indeländer fast schon ein wenig ängstlich. TTC-Boss Beginn nahm kein Blatt vor den Mund, als er das Worst-Case-Szenario ausmalte.

Sein Statement: „Wenn wir gegen Ober-Erlenbach verlieren, wirft das unsere Mannschaft enorm zurück und der Klassenerhalt wird schwierig.“

Doch die Prognose des verhinderten Trainers Johannes Dimmig, der die Partie aus der Ferne verfolgte, traf ein und der TTC fuhr einen glanzlosen 6:4-Arbeitssieg über einen ernsthaften Mitbewerber um die Qualifikationsplätze zur eingleisigen 2. Bundesliga ein.

Jeder weiß, dass der ehemalige Jülicher Thomas Keinath, der als Spitzenspieler des TTC Ober-Erlenbach fungiert, zurzeit in Topform ist und zu den stärksten Spielern der zweiten Bundesliga gehört. Dominant setzte er sich auch beim „Heimspiel“ in der Nordhalle gegen die beiden Jülicher Spitzenspieler Janos Szöcs und Dymitro Pysar durch. Szöcs, der bereits bei der Europameisterschaft in der Vorrunde Keinath unterlag, entschied zwar einen Satz für sich, doch in der anderen drei Durchgängen zog er deutlich den Kürzeren. Gut war jedoch, dass Pysar und Szöcs den zweiten Erlenbacher Spitzenspieler Julian Mohr in Schach hielten und somit die Dominanz von Keinath zu einer 2:2-Bilanz im oberen Paarkreuz ausglichen.

In den Doppeln waren die Kräfteverhältnisse ähnlich gelagert: Keinath besiegte mit seinem Partner Jens Schabacker das Jülicher Duo Szöcs/Pysar. Mühlbach/Ozawa glichen wieder aus.

Ozawa macht es spannend

Kurz vor der Pause rechneten die Jülicher zwar mit der 4:2-Führung, denn Yoshihiro Ozawa ging gegen Schabacker als Favorit ins Rennen. Insofern kam die 1:3-Niederlage des Japaners — im ersten und dritten Satz ging er vollkommen baden — etwas überraschend. Im unter Paarkreuz lief ansonsten alles wie geschmiert. Hermann Mühlbach, der zum ersten Mal an Position 3 nominiert war und als „Spielertrainer“ fungierte, siegte ähnlich wie Keinath dreifach und war damit erfolgreichster Jülicher Akteur. Seine Punkte gegen Schabaker und Scheja ebneten für die Indeländer den Weg zum Sieg.

Als nach rund drei Stunden Ozawa seinen ersten Matchball gegen den mäßig agierenden Dominik Scheja verwandelte, fiel den Gastgebern eine zentnerschwere Last von den Schultern. Trainer Dimmigs Ferndiagnose: „Bis auf die Ozawas Niederlage lief alles nach Plan. Keinaths Überlegenheit hatte ich auch in dieser Form auf der Rechnung. Ich war davon überzeugt, dass wir 6:3 oder 6:4 gewinnen. Ich hätte mir allerdings ein mehr Glanz gewünscht. Aber das interessiert morgen keinen mehr. Ich hoffe, dass der Sieg der Startschuss zur Reise in die obere Tabellenhälfte war.“ Derzeit sind die Indeländer als Fünfter voll im Soll.