1. Lokales
  2. Jülich

Collegium Musicum Jülich: Anspruchsvolles Herbstkonzert mit virtuoser Violinistin

Collegium Musicum Jülich : Anspruchsvolles Herbstkonzert mit virtuoser Violinistin

Das Collegium Musicum bietet im Rahmen seines Herbstkonzerts ein anspruchsvolles Programm. Das Orchester arbeitete die Besonderheiten der Werke detailliert heraus und die junge Solistin Annette Grooß konnte ihr virtuoses Können unter Beweis stellen.

Ein gehaltvolles Programm bot das Collegium Musicum Jülich bei seinem diesjährigen Herbstkonzert. Mit der klangschönen Ouvertüre zu „Das Märchen von der schönen Melusine“ wurde der Abend eröffnet. Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte dieses Werk mit lautmalerischen, melodiösen und Programmmusik-affinen Elementen. Den Orchestermitgliedern unter der Leitung von Peter Sauerwein gelang ein fulminantes Klangbild.

Annette Grooß, eine Jülicher Musikerin, deren Werdegang von den Musikfreunden Jülichs schon seit einigen Jahren mit Freude und Aufmerksamkeit verfolgt werden konnte, hatte an diesem Abend ihren großen Auftritt mit dem Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219 von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Komposition gab der jungen Solistin die Möglichkeit, ihr bereits virtuoses Können unter Beweis zu stellen. Sie musizierte die wirkungsvollen Ecksätze mit technisch hochrangigem Können und den prachtvollen langsamen Mittelsatz mit starkem Ausdruck und besonders warmer Tongestaltung.

Das Orchester wurde von Peter Sauerwein feinfühlig von begleitenden Passagen über großartige Tutti-Stellen zu einer klangvollen Einheit mit der Solistin. Die „Sinfonia a gran orquesta“ wurde von Juan Crisóstomo de Arriaga, einem baskischen Komponisten, im Alter von 17 Jahren geschrieben.

Das Orchester arbeitete die Besonderheiten des Werkes detailliert heraus – die Klangfarben der Komposition, das Schwelgen in melodischen Ideen und Gegensätze, bei denen rasante Passagen mit stark emotionalen Einheiten abwechselten. Es gelang eine klangschöne orchestral ausdrucksstarke Aufführung, die mit großem Applaus honoriert wurde.