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Anonyme Kritik an Vorstandsplan der Sparkasse

Anonyme Kritik an Vorstandsplan der Sparkasse

Kreis Düren. Der Vorstand der Sparkasse Düren will seinen Direktor Udo Zimmermann zum stellvertretenden Vorstandsmitglied berufen.

Über einen entsprechenden Antrag hat der Verwaltungsrat des Instituts am Donnerstag, 18. Dezember, zu entscheiden.

Die geplante Beförderung des Sparkassendirektors stößt auf Kritik. Der Schreiber eines anonymen Briefes wirft der Sparkasse Geldverschwendung vor.

Während die Zahl der Zweigstellen deutlich reduziert worden sei, wolle man nun einen Direktor befördern, obwohl man mit Renate Persigehl kürzlich ein Vorstandsmitglied habe ausscheiden lassen, das nach wie vor volles Gehalt kassiere.

Sparkassenvorstand Dr. Herbert Schmidt rechtfertigte das Vorhaben, Zimmermann in den Vorstand zu berufen. Er sei ein sehr fähiger Mitarbeiter, der das Angebot vorliegen habe, in den Vorstand einer anderen Sparkasse zu wechseln.

Da man ihn nicht verlieren wolle, habe man ihm eine Perspektive im eigenen Haus eröffnet. Den finanziellen Mehraufwand zwischen Zimmermanns jetzigen und seinem künftigen Status bezeichnete Dr. Schmidt als „nicht dramatisch größer”.

„Dass eine Sparkasse wie die unsere mit einem Bilanzvolumen von 3,8 Milliarden Euro drei Vorstände und mit Herrn Zimmermann ein stellvertretendes Vorstandsmitglied hat, ist nichts Außergewöhnliches. Laut Sparkassenrecht könnten wir sogar zwei Stellvertreter haben.”

Landrat Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrates, bezeichnete es als legitim, einem umworbenen Mitarbeiter ein besseres Angebot zu machen: „Die Sparkasse befindet sich ja in einem Wettbewerb.”

Der 39-jährige Zimmermann ist ein Eigengewächs. Der Mann aus Jülich arbeitet seit 23 Jahren in dem Hause, in dem er für Groß- und Kommunalkunden verantwortlich ist.