An der Kultur- und Begegnungsstätte in Linnich wird schon gebaut

Kultur- und Begegnungsstätte : Linnicher Neubau nimmt schon Gestalt an

Der erste Spatenstich zum Neubau der Integrativen Kultur- und Begegnungsstätte erfolgt zwar erst kommenden Donnerstag, doch schon vor dem offiziellen Baubeginn wird an der Baustelle auf dem Place de Lesquin im Herzen Linnichs eifrig gewerkelt.

Auf der jüngsten Sitzung des Linnicher Stadtrates zeigte Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker Fotos von den Arbeiten vor zwei Wochen, als mit schwerem Gerät die Stützpfeiler für die Halle aufgestellt wurden. Der große Kran trat auch am Donnerstag wieder in Aktion, als die Fertigteilstützen mit tonnenschweren Querbindern aus Spannbeton, die auch Teil der Dachkonstruktion sind, weiter stabilisiert wurden. Millimeterarbeit war notwendig, um die ebenfalls vorgefertigten Binder in Position zu bringen.

Bei Besuchern der Baustelle stellt sich nun ein gewisses Raumgefühl ein, denn die Dimensionen der Integrativen Kultur- und Begegnungsstätte werden durch das Betonskelett ersichtlich.

Wie Diplom-Ingenieur René Kuffner erläutert, mit seinem Linnicher Büro Planer des Neubaus und gleichzeitig Bauleiter des Prestigeprojektes, werden derzeit auch die Grundleitungen für den Sanitärbereich und die Küche eingebracht. In weiteren Schritten folgen der Einbau von Frostschürzen, Dämmung und das Gießen der Bodenplatte.Die Bauleute nutzen momentan jede Minute, um mit den Arbeiten voranzukommen. „Der Zeitplan ist sehr sportlich“, umschreibt Kuffner die Vorgabe, dass der Neubau bis 31. Juli kommenden Jahres fertiggestellt sein muss. So soll, je nach Gewerk, der personelle Einsatz geplant werden, um den Zeitrahmen einzuhalten.

Zur Frage im Stadtrat, wie sich eine längere Schlechtwetterphase auswirken könnte, sagte Bürgermeisterin Schunck-Zenker nur so viel: Auf die Witterungsverhältnisse habe die Stadt naturgemäß keinen Einfluss, doch „wir liegen im Plan“.

Das gilt nicht ganz für die Kostenseite, denn der Stadtrat musste über die überplanmäßige Bereitstellung von gut 12.000 Euro bei den Planungskosten befinden, die einstimmig erfolgte. Die Deckelung der Gesamtkosten von neun Millionen Euro für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) und den Bau der Begegnungsstätte bleibt davon unberührt. Ebenfalls überplanmäßig wurden die Mittel für Verfahrens- und Gutachterkosten um 20.000 Euro höher geschraubt, da die vielen Bauprojekte der Stadt weitere rechtliche Beratung zu den Themen Bau-, Vergabe- und Architektenrecht erfordern. Auch hier gab der Stadtrat einstimmig sein Plazet.

Zum laufenden IHK, das in unmittelbarer Nachbarschaft umgesetzt wird, sagte die Bürgermeisterin, dass es aktuell „viele Bauprojekte in unserer kleinen Stadt gibt“. Auf der Rurstraße sind die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes im Gange, der ebenfalls mit der Sanierung oder Erneuerung von Hausanschlüssen verbunden ist. Die Mühlenteichbrücke, so Schunck-Zenker, sei inzwischen barrierefrei zu passieren. Auch der Bendenweg werde entlang der Baustelle auf dem Place de Lesquin weiter offen gehalten.