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Reihe startet am 1. Juli: Amüsant, berührend und unterhaltsam

Reihe startet am 1. Juli : Amüsant, berührend und unterhaltsam

„Film ab!“: Nach zwei Jahren Zwangspause startet am 1. Juli es wieder das Open-Air-Kino der Stadt Jülich.

Nach zwei Jahren Corona bedingter Zwangspause läuft der Countdown: am Freitag, den 1. Juli startet die Open-Air-Kino-Reihe der Stadt Jülich.

Im geschützten Veranstaltungszelt im idyllischen Rosengarten des Brückenkopf-Parks sind amüsante und berührende Kinomomente beim Open-Air-Kino an sechs aufeinanderfolgenden Freitagen zu erleben. Nach der Zwangspause erwartet die Kinofans in diesem Sommer nicht nur ein Mix aus den schönsten Filmen des letzten Jahres, sondern auch den besten Kinosound in bester Open-Air-Qualität zu hören. Garantiert sind große Gefühle und amüsante Geschichten, berührende Momente oder einfach nur ein lustiger und unterhaltsamer Abend.

Die Open-Air-Kino-Reihe startet am Freitag, den 1. Juli um 21 Uhr mit der deutschen Komödie „Contra“. Das war eine fremdenfeindliche Bemerkung zu viel: Professor Richard Pohl droht von seiner Universität zu fliegen, nachdem er die Jura-Studentin Naima Hamid in einem vollbesetzten Hörsaal beleidigt hat. Als das Video viral geht, gibt Universitätspräsident Alexander Lambrecht seinem alten Weggefährten eine letzte Chance: Wenn es dem rhetorisch begnadeten Professor gelingt, die Erstsemestlerin Naima für einen bundesweiten Debattier-Wettbewerb fit zu machen, wären seine Chancen vor dem Disziplinarausschuss damit wesentlich besser. Pohl und Naima sind gleichermaßen entsetzt, doch mit der Zeit sammelt die ungleiche Zweckgemeinschaft erste Erfolge – bis Naima erkennt, dass das Multi-Kulti-Märchen offenbar nur einem Zweck dient: den Ruf der Universität zu retten.

Die zweite Runde wird am Freitag, den 8. Juli um 21 Uhr mit der Dramakomödie „À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“ eingeläutet. Frankreich 1789. Manceron ist ein begnadeter Koch und arbeitet für den Herzog de Chamfort. Er liebt es, seinem Herrn mit kulinarischen Kreationen die Langeweile zu vertreiben. Und so schwelgt der Adel in Schwanen-Ragout und gebackenen Täubchen. Eines Tages lässt der eigenwillige Küchenchef seine Phantasie spielen und tischt den herzöglichen Gästen eine Köstlichkeit aus der niedrigsten aller Zutaten auf – der Kartoffel. Ein Skandal! Der Koch ist gefeuert. Zurück auf dem heimischen Bauernhof erwartet Manceron nichts als die trübe Aussicht, staubigen Reisenden Bouillon und Brot zu servieren – bis eine geheimnisvolle Frau auf dem einsamen Hof erscheint: Louise will vom Meister in die Kochkunst eingeführt werden. Ihr talentierter, fast sinnlicher Umgang mit wilden Kräutern, Waldbeeren und Trüffeln zieht Manceron in den Bann. Als sich der Herzog für einen Besuch ankündigt, macht sich Louise mit verdächtig großem Einsatz an die Vorbereitungen. Diese Frau scheint mehr als nur ein Geheimnis zu haben. Und während sich die Ereignisse überschlagen, erschafft das ungleiche Paar durch ihren Mut eine Revolution im Kleinen: das erste Restaurant Frankreichs als Ort der Gemeinsamkeit und des Genusses... für alle!

Am Freitag, den 15. Juli um 21 Uhr, wird mit „Meine schrecklich verwöhnte Familie“ eine bewegende Komödie über Familie, Kinder und das liebe Geld gezeigt. Faul, arrogant und verschwenderisch. Die drei Kinder des Geschäftsmannes Francis Bartek machen nichts aus ihrem Leben, außer das Geld auszugeben, das ihr Vater hart verdient hat. Wütend und enttäuscht über ihr Verhalten, täuscht er vor, sein Vermögen verloren zu haben, und zwingt sie dadurch, das Undenkbare zu tun: Arbeiten!

Frisch und humorvoll inszeniert von Nicolas Cuche mit Gérard Jugnot in der Hauptrolle.

Am darauffolgenden Freitag, den 22. Juli um 21 Uhr, flimmert „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ über die Leinwand. Felix Krull, ein attraktiver junger Mann aus gutbürgerlichem Haus, hat seine Verwandlungskünste und Rollenspiele seit frühestem Kindesalter perfektioniert. Als sich ihm nach einigen Schicksalsschlägen die Möglichkeit eröffnet, als Liftboy in einem Pariser Luxushotel zu arbeiten, zögert er nicht lange, sein altes Leben hinter sich zu lassen. Dort im Hotel passt sich Felix allen Gegebenheiten gekonnt an und steigt rasch zum Oberkellner auf, wobei er vor allem die weiblichen Gäste um den Verstand bringt. Bei einem Zusammentreffen mit dem jungen, unglücklich verliebten Marquis Louis de Venosta kommen die beiden auf die Idee, ihre Identitäten zu tauschen, um dem Marquis ein Zusammenleben mit der temperamentvollen und freizügigen Zaza zu ermöglichen. Dies bedeutet für Felix zwar, seine große Liebe Zaza an einen anderen Mann zu verlieren, jedoch ist sein unstillbarer Drang nach Veränderung und gesellschaftlichem Aufstieg größer. Die Fähigkeit, die Menschen zu bezaubern und zu betrügen, führt ihn schließlich bis an den Königshof von Lissabon, wo er sein Meisterstück als Hochstapler abliefern kann.

Mit der Komödie „Monsieur Claude und sein großes Fest“ gibt es am Freitag, den 29. Juli um 21 Uhr ein Wiedersehen. Denn Monsieur Claude, der Meister der formvollendeten Zerknirschung, ist zurück! Keiner beherrscht die Kunst der gerümpften Nase so unterhaltsam wie er: Christian Clavier brilliert in seinem lang erwarteten neuen Leinwandabenteuer in der Königsklasse interkultureller Diplomatie: dem Großfamilienfest. Monsieur Claude und sein großes Fest“ ist genau das: ein Fest der Situationskomik, voller Esprit und Dialogwitz, eine Kinokomödie, wie sie sein muss – mitreißend, sympathisch und vor allem extrem witzig.

„Wunderschön“, der Episodenfilm über fünf Frauen im gesellschaftlichen Selbstoptimierungswahn bildet den Abschluss der wieder erwachten Open-Air-Kino-Saison am Freitag, den 5. August um 21 Uhr.

Frauke, die sich mit fast 60 nicht mehr begehrenswert findet, während ihr pensionierter Mann Wolfi ohne Arbeit nicht weiß, wohin mit sich. Ihre Tochter Julie will als Model endlich durchstarten und versucht verbissen, ihren Körper in das Schönheitsideal der Branche zu pressen. Das verfolgt wiederum Schülerin Leyla, die überzeugt ist, mit Julies Aussehen ein besseres Leben führen zu können, und selbst keinen Bezug zu sich findet. Julies Schwägerin Sonja hat mit ihrem Körper zu kämpfen, der nach zwei Schwangerschaften zum Ausdruck einer Lebenskrise wird. Ihr Mann Milan hat dabei nicht im Blick, welchen Druck sie sich als junge Mutter auferlegt. Für Sonjas beste Freundin Vicky ist das keine große Überraschung, ist sie doch überzeugt davon, dass Frauen und Männer niemals gleichberechtigt auf Augenhöhe zusammenfinden werden, zumindest nicht in der Liebe. Ihr neuer Kollege Franz würde sie allerdings gern vom Gegenteil überzeugen.

Ansonsten - alles wie gewohnt: Filme und Leinwand kommen aus dem Kino im Kulturbahnhof, das Marketing vom Kulturbüro der Stadt Jülich, das Ambiente stellt der Brückenkopf-Park und dann wird das rollende Sprinter-Kino der DPvB-Veranstaltungstechnik wieder rückwärts ans Zelt gefahren, die riesigen Türen öffnen sich und es heißt - auch dank der Unterstützung der Sparkasse Düren – wieder: „Film ab!“

(red)