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Ameln: Ameln: Kanalbauarbeiten haben begonnen

Ameln : Ameln: Kanalbauarbeiten haben begonnen

Die Kanalbaumaßnahmen in der Amelner Hauptstraße haben unlängst begonnen, dauern voraussichtlich bis Ende Dezember. „Wenn natürlich alles nach Plan läuft, denn es ist eine umfangreiche Baumaßnahme”, sagt Mario Dittmann vom Bauamt der Gemeinde Titz.

Schon vor dem Beginn der Arbeiten - die Asphaltdecke der Kanaltrasse ist bereits vollständig abgetragen - wurden entsprechende Hinweisschilder schon weit vor Ameln angebracht.

So aus Richtung Rödingen-Höllen, von Titz kommend und an der L241 in Höhe der Ortschaft Spiel. „Hauptstraße L258 gesperrt”, heißt es. Ein Hinweis, mit dem sich zum Beispiel Metzgermeister Hans-Willi Lemm nicht ganz anfreunden kann.

„Man hätte ja noch den Zusatz anbringen können, dass die anliegenden Geschäfte der Hauptstraße erreichbar sind”, sagt er und bekommt von anderen Anliegern Recht.

Denn in der für jeglichen Durchfahrtsverkehr gesperrten Straße liegen weitere Betriebe, die sich über Kundenbesuche freuen. So ein Landwirt, der ab Hof verkauft, oder aber eine Kfz-Reparaturwerkstatt.

„Es ist doch so, dass die Straße befahrbar ist. Man kann auch noch mit dem Auto drehen”, sagt Lemm, dessen Metzgerei gerne Laufkundschaft aus anderen Orten bedient.

„Ich habe gedacht, man kommt gar nicht mehr bis bei Euch”, sagt eine Kundin, die aus Höllen regelmäßig die Fachmetzgerei aufsucht. „Aber jetzt habe ich mein Auto vorne an der Prämienstraße abgestellt und bin zu Fuß gekommen.”

Was nicht nötig ist, sagt der Geschäftsinhaber. „Denn die ersten Arbeiten haben unten im ersten Teilabschnitt in der Ortsausfahrt nach Spiel begonnen.”

Dort sind die Baggerarbeiten in vollem Gange. Beton-Kanalrohre warten nur darauf, in die Erde versenkt zu werden. Aber nicht nur das Kanalnetz der Hauptstraße muss erneuert werden.

„Gleichzeitig werden noch rund 100 Hausanschlüsse neu gelegt, zudem bekommen die Anlieger neue Wasserleitungs-Anschlüsse.” Für Dittmann eine umfangreiche Baumaßnahme, die deshalb noch bis Ende des Jahres dauert. Denn auch noch neue Stromleitungen werden teilweise eingezogen.

Rund eine Million Euro werden insgesamt so „verbuddelt”, was den Metzgermeister Hans-Willi Lemm denn zu der Bemerkung veranlasst, „dass sich sicherlich alle Betroffenen für einen kleinen Zusatzhinweis für wenig Geld über die Erreichbarkeit unserer Geschäfte freuen würden.”