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Inden/Schophoven: Am alten Rittergut darf ab Mai gebaut werden

Inden/Schophoven : Am alten Rittergut darf ab Mai gebaut werden

Eine komplizierte Geschichte findet nach Ansicht von Bürgermeister Ulrich Schuster ihr Happyend.

Die Bezirksregierung hat den veränderten Flächennutzungsplan im Bereich von Schophoven genehmigt. Was einst „Rurerde” getauft und zunächst als Hirngespinst abgetan wurde, hat jetzt als Bebauungsplan „Gut Müllenark” von Amts wegen Brief und Siegel.

Dem privaten Hausbau eines Teils der Pierer Umsiedler ab 1. Mai 2005 steht nichts mehr im Wege, wie der Indener Planungsausschuss wohlwollend vernahm.

Im Rahmen der Bebauungsplanberatungen wurden zudem Einwände der Schophovener Kirchengemeinde St. Barbara zurückgewiesen. Der Kirchenvorstand hatte Einspruch eingelegt, weil sich ein Teil der Flächen in Kirchenbesitz befindet, aber nur als „Nichtbauland” bezahlt werden soll.

Die Pfarrgemeinde argumentiert mit ihrer Gemeinnützigkeit und fordert eine Anerkennung als Bauland mit einem Entschädigungspreis von 15 Euro je Quadratmeter - statt fünf Euro für „Grünland”.

Ausschuss und Verwaltung lehnen dies aber ab, weil der Kirchenbesitz aufgrund von „übergeordneten” Forderungen der Denkmalschützer eben nicht bebaut werden dürfe. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege hatte für das alte Rittergut Müllenark eine Sichtachse eingefordert.

Auch die rechtlichen Voraussetzungen für Bauprojekte an der „Waagmühle” Inden/Altdorf sind laut Bürgermeister auf einem guten Weg und liegen „voll im Soll”. Hier soll ebenfalls der erste Abschnitt ab Mai bebauungsreif sein.