Jülich: Als Herzog Wilhelm V. gegen die Macht der Habsburger nicht ankam

Jülich : Als Herzog Wilhelm V. gegen die Macht der Habsburger nicht ankam

Im Rahmen des Mittwochsclubs von Jülicher Geschichtsverein 1923 und Museum Zitadelle findet in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich ein weiterer Vortrag statt. Michael Kuhn M.A. referiert am Mittwoch, 28. März, um 19.30 Uhr über das Thema: „Vor 475 Jahren: Der Fußfall von Venlo — Wilhelm V. und das Ende der Großmachtambitionen“.

Am Beginn der Regentschaft Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg stand die Auseinandersetzung mit Kaiser Karl V. um das Herzogtum Geldern. Dieser Gel­drische Erbfolgestreit fand sein Ende mit dem Fußfall und dem Vertrag von Venlo im Jahr 1543. Damit endeten die Großmachtambitionen des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg, der nun in das Bündnissystem des Hauses Habsburg integriert wurde.

Der Vortrag wird die Unzulänglichkeiten der regional geprägten jülich-klevischen Politik gegenüber der Großmacht Habsburg während des Geldrischen Erbfolgestreites herausarbeiten. Alle Versuche, durch eine eigene Heirats- und Bündnispolitik sowie militärische Mittel im „Konzert der Großen“ mitzuspielen, waren angesichts der schier unbegrenzten Möglichkeiten des habsburgischen Weltreichs von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

Der Ausblick

Die Etablierung einer Großmacht auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sollte später im „Windschatten“ der großen Politik Brandenburg-Preußen vorbehalten bleiben. In einem Ausblick wird auf den Bau der Jülicher Festung als „Traumabewältigung“ des Herzogs unter kaiserlicher Duldung eingegangen. Der Eintritt ist frei.