#allefürsklima: Fridays for Future plant Demo in Jülicher Innenstadt

Alle fürs Klima : „Fridays for Future“ plant Demo in Jülicher Innenstadt

Am internationalen Aktionstag am Freitag wollen weltweit Menschen unter dem Motto „#allefürsklima“ auf die Straße gehen. Auch die Jülicher Ortsgruppe von „Fridays for Future“ wird sich beteiligen. Mitorganisator Julian Schmitz spricht vorab über die geplante Demo.

„Ich finde Klimaschutz ist eins der wichtigsten Themen unserer Zeit. Wir sind alle betroffen und es geht jeden was an“, lautet Julian Schmitz Position zum Thema Umwelt und Klima. „Auch Jülich sollte sich da nicht raushalten. Wir sind eine Stadt mit Verantwortung.“ Schmitz ist einer der Organisatoren der „Fridays for Future“-Demonstrationen in Jülich. Gemeinsam mit acht weiteren jungen Erwachsenen aus der Region hat er für Freitag, 20. September, einen Klimastreik in der Stadt geplant. Am Freitag wird aber nicht nur in Jülich demonstriert: Unter dem Motto „#allefürsklima“ findet ein internationaler Klimastreik der „Fridays for Future“-Initiative statt.

In Jülich rechnen die Organisatoren mit etwa 100 bis 200 Teilnehmern. Auch wenn die erste Demonstration im Mai zum Thema Umweltschutz in Jülich relativ spontan veranstaltet wurde, kamen statt der erwarteten 50 Leute, um die 100 Demonstranten. Darunter auch viele Eltern. „Vor der letzten Demo hatten wir alle noch keine wirklichen Erfahrungen, was wir bei der Planung beachten müssen. Auf der Internetseite der Polizei NRW haben wir aber eine gute Anleitung gefunden.“

Schmitz selbst ist Jurastudent an der Universität zu Köln. Jeden Tag fährt er mit der Rurtalbahn nach Düren und von da aus in die Großstadt. „Viele haben die Einstellung: ‚Ich alleine ändere sowieso nichts‘. Aber wenn jeder diese Einstellung verfolgt, ändert sich niemand.“ So solle sich jeder überlegen, ob er eine Strecke wirklich mit dem Auto fahren muss oder auch mal auf das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen kann. Einen kompletten Verzicht auf Plastik oder das Auto hält der Neunzehnjährige jedoch für den falschen Ansatz. „Bei den kleinen Dingen muss man anfangen“, meint Schmitz. Doch obwohl jeder seinen Beitrag leisten könne, sei der wichtigste Punkt die Politik. „Man muss was in der Gesetzgebung ändern“, stellt Schmitz fest.

Julian Schmitz organisiert mit acht anderen die „Fridays for Future“-Aktionen in Jülich. Foto: Cara Emilia Dühr

Deshalb demonstrieren die Jugendlichen auch am Freitag. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Schlossplatz in Jülich. Dort werden im Anschluss an die Demo noch Reden gehalten. Geplant ist dabei auch ein Vortrag von Wissenschaftlern aus dem Forschungszentrum, da die Jugendlichen in Jülich von „Scientists for Future“ unterstützt werden. Dieser länderübergreifende Zusammenschluss von Wissenschaftlern begründet und bestärkt mit Zahlen und Fakten die Forderungen von „Fridays for Future“.

In Jülich werden die wichtigsten Informationen zu Klimastreiks in der Region durch soziale Medien verbreitet. So wurde im März 2019 eine „Fridays for Future“-WhatsApp-Gruppe für Jülich gegründet, die inzwischen über 100 Teilnehmer hat.

„Jeder der Lust hat und wirklich dahinter steht, kann einfach über einen Link eintreten“, erklärt Schmitz. Auch auf Instagram gibt es inzwischen eine Seite für „Fridays for Future“ in Jülich. „Nicht nur uns liegt das Thema am Herzen. Es findet Anklang hier in Jülich. Das ist eine zusätzliche Motivation für uns.“

So seien alle Beteiligten gespannt auf Freitag. „Wir freuen uns über jeden der kommt“, lädt Schmitz zur friedlichen Demonstration nach Jülich ein.