Aldenhoven: Aldenhovener Defizit wird kleiner

Aldenhoven: Aldenhovener Defizit wird kleiner

Die Konsolidierung der Stärkungspakt-Kommune Aldenhoven kommt wenigstens in diesem Jahr besser voran als angenommen. Im Gemeinderat informierte Kämmerer Manfred Ossenkopp darüber, dass sich das Defizit 2014 wohl um rund 775.000 Euro auf dann ziemlich genau eine Million Euro verringern dürfte. Das sei im Wesentlichen durch „Einmaleffekte“ zu erklären.

Der Finanzchef meinte damit in erster Linie Gewerbesteuernachzahlungen aus früheren Jahren plus Verzinsung, die sich auf stolze 1,8 Millionen Euro summieren. Außerdem profitiert die Gemeinde von den historisch niedrigen Zinsen und spart bei Darlehen einen ordentlichen sechsstelligen Betrag ein. Netto jedenfalls summieren sich die Erträge auf 1,56 Millionen Euro, denen unerwartete Ausgaben von 788.000 Euro gegenüberstehen. Bleibt ein „Gewinn“ von knapp 775.000 Euro.

„Das ist im ersten Moment schön, man darf aber natürlich nicht außer acht lassen, dass immer noch eine Million Euro fehlen“, ordnete Ossenkopp die Zahlen ein. Bei den Gewerbesteuernachzahlungen habe Aldenhoven „Glück gehabt, das kann auch anders ausgehen“.

Dass der Wirtschaftsmotor in Deutschland nach Expertenmeinung ins Ruckeln gerät, wird sich auch in Aldenhoven bemerkbar machen. So hat der Kämmerer die erwarteten Kommunalanteile an der Einkommensteuer nach unten korrigiert: von 4,8 auf 4,6 Millionen Euro.

(-vpu-)
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