Aldenhoven: Aldenhovener Angelsportler und bewegte 50 Jahre

Aldenhoven : Aldenhovener Angelsportler und bewegte 50 Jahre

Der Angelsportverein Aldenhoven blickt in diesem Jahr auf 50 Jahre zurück. Seine Mitglieder trafen sich am Samstag im „Haus Pattern“ zu einer gemütlichen Jubiläumsfeier. Thema waren vor allem die Gründungszeiten, die Zeit eines Bernhard Tertel, des kleinen Bergmannes, den es von den masurischen Seen nach Aldenhoven verschlagen hatte.

Er gehörte zu der kleinen Gruppe Angelfreunde, die es so hin und wieder nach Bollendorf in die Eifel zog, um angeln zu können. Mit Hilfe der Gemeindeverwaltung ermittelte man die Fischereischein-Inhaber des Ortes und erinnerte sich, dass es auch am Ort ein Gewässer gab, welches nutzbar gemacht werden konnte, den Köttenicher Weiher, der damals die Ruine Gut Köttenich umgab.

Der damalige Inhaber gestattete ihnen die Nutzung und stellte ihnen in den Ruinen einen Raum zur Verfügung. Am 1. Februar 1968 gründeten sie im Saale Brendt den Angelsportverein. Der Gründungsvorstand: 1. Vorsitzender Bernhard Tertel, Stellvertreter Karl Kistner, Kassenwart Jakob Leich, Beisitzer Hans Poxleitner, Dr. Karl Piltz, Wilhelm Jansen. Mit Bürgermeister Franz Vit und Gemeindedirektor Hermann Goertz schloss man einen Pachtvertrag über die Nutzung des in den Besitz der Gemeinde übergegangenen Gewässers. Mit dem Vertrag wurden nicht allein die schönen Seiten der Nutzung vereinbart.

Der Verein übernahm eine Menge Pflichten, angefangen vom Besatz mit Fischen bis zur Unterhaltung der Uferflächen. Probleme gab es immer wieder. Zum Beispiel 1980, als aus der Mülldeponie Warden giftige Wässer in den Merzbach geflossen sind und im Köttenicher Weiher ein Fischsterben verursachten. Sechs Jahre später war das Wasser völlig umgekippt und musste von der Feuerwehr ausgepumpt werden.

Über „Nachbarschaftshilfe“ machte es der damalige Rheinbraun-Chef Dr. Rickes möglich, dass Rheinbraun den Weiher ausbaggerte und abdichtete. Und es gab auch mal eine Nutriaplage, der man sich erwehren musste.

Aus den Mitgliedsbeiträgen wird nicht nur der jeweils notwendige Fischbesatz bestritten, auch Geräte mussten angeschafft werden, um Gewässer und Umfeld in Ordnung zu halten, darunter zwei kleine Boote und auch Sauerstoffgeräte, die vor allem in der Hitzeperiode zum Einsatz gekommen sind.

Auch mit der jetzigen Eigentümerin, der „Wohnanlage Gut Köttenich“ besteht ein sehr gutes Einvernehmen, man schätzt und hilft sich. Die Angelfreunde genießen die Ruhe am Teich. „Es gibt nichts, wo man sich besser entspannt“, sagt Karl-Heinz Ruch, der mit seinen Hochleistungssportlern der Ringerabteilung vom TuS an dem Gewässer den Stress abgebaut hat. Auch für die Angelsportler von heute, ob jung oder alt, ist die Entspannung wichtiger als das Petri-Glück.

(gre)
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