Siersdorf: Reparaturarbeiten der Mühlenstraße gehen weiter

Gasunfall in Siersdorf : Reparaturarbeiten der Mühlenstraße gehen weiter

Nach dem Gasunfall in Siersdorf Ende Januar ziehen sich die Reparaturarbeiten der Mühlenstraße jetzt schon über Monate hin. Zwischenzeitlich lagen die Arbeiten still. Jetzt gehen die Arbeiten aber endlich weiter.

Als am Kreisverkehr eine Erdgasleitung der Thyssengas GmbH explodiert, meterweit Steine und Dreck geflogen waren und ein riesiges Loch im Boden zurückgeblieben war, mussten hunderte Menschen noch in der Nacht ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Wurden die beschädigten Gas-, Wasser- und Stromleitungen bereits kurz darauf wieder in Stand gesetzt, ist die Mühlenstraße bis heute für den Verkehr gesperrt.

Grund für die wochenlange Hängepartie waren unter anderem fehlende Nachweise über die Tragfähigkeit der gesamten Straße. Mittlerweile steht fest, dass die Straße tragfähig ist. Nur ein kleiner Abschnitt ist unterspült worden. Dieser Teil wird jetzt zusätzlich repariert, teilt Ralf Claßen mit, Bürgermeister der Gemeinde Aldenhoven. „In dieser Woche wird der Unterbau auf der gesamten Fläche hergestellt“, erläutert er. In der kommenden Woche sollen dann die Pflasterarbeiten der Gehwege und Parkbuchten beginnen. Spätestens in der 20. Kalenderwoche, also die Woche danach, solle der Asphalt gegossen werden. Danach wird die Straße wieder komplett befahrbar sein. „Wir hoffen, dass alles nach Plan läuft“, sagt Claßen.

Indes hat Thyssengas eine weitere Stelle in der südlichen Fahrbahnhälfte der Mühlenstraße geöffnet, um Materialproben der Ferngasleitung zu entnehmen. Zusätzlich werden Spannungsstreifen an der Leitung angebracht. Mithilfe dieser Streifen soll gemessen werden, ob neben der normalen Spannung, die durch den Gastransport auf der Leitung liegt, eventuell noch andere Spannungen auf die Leitung eingewirkt haben. „Das können zum Beispiel Bergschäden oder anderen Erdbewegungen sein. Das ist aber nur eine vorbeugende Maßnahme“, erläutert Gerhard Hülsemann, Sprecher von Thyssengas. Das ziehe allerdings keine zeitliche Verlängerung der Straßenarbeiten mit sich.

Die Reparatur der Straße dauert damit trotzdem viel länger als ursprünglich geplant. Nach ersten Äußerungen des Gasnetzbetreibers hätte die Straße nämlich bereits drei Wochen nach dem Gasunfall wieder befahrbar sein sollen. „Ich bin froh, wenn die Reparaturarbeiten endlich abgeschlossen sind. Vor allem für die Bürger ist das eine Zumutung“, sagt Claßen.

Für die Gemeinde Aldenhoven gingen mit dem Gasunfall keine Kosten einher. Die Zuständigkeit liege weiterhin bei Thyssengas. Das Gutachten bezüglich der Schuldfrage und der Ursachenforschung stehe indes immer noch aus. Wie die Gemeinde mitteilt, werden derzeit die an der Unglücksstelle ausgebauten Rohrteile an der Universität Hannover untersucht. Wer oder was also für die Explosion verantwortlich war, bleibt weiter unklar.

(cap)
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