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Neubaugebiet in Aldenhoven: Schleidener Bauherren wollen am Apfelweg wohnen

Neubaugebiet in Aldenhoven : Schleidener Bauherren wollen am Apfelweg wohnen

In Aldenhoven-Schleiden entsteht ein Neubaugebiet. Weil den jungen Bauherren der von der Gemeinde festgelegte neue Straßenname nicht gefiel, haben sie einen anderen vorgeschlagen.

Auf der grünen Wiese mitten in Aldenhoven-Schleiden wird aktuell gebaut. Weil es hier, an der Rückseite des Friedhofs zwischen Landstraße und der Straße Am Nonnenhof vorher keine Bebauung gab, hat der Rat der Gemeinde dem Neubaugebiet in seiner Sitzung im August 2021 den Namen Pfarrer-Weindorf-Ring gegeben.

Weil die künftigen Anlieger von der Namensgebung nicht begeistert waren, haben sie dem Rat eine Umbenennung vorgeschlagen. Den künftigen Anliegern habe der Name wenig zugesagt, berichtete Michelle Kuban, die mit ihrem Mann in Schleiden in Eigenregie baut, in der vergangenen Ratssitzung, in der die eingereichte Anregung behandelt wurde.

Einerseits sei die Straßenbezeichnung lang und umständlich, andererseits berichte man sich über den Namensgeber, der bis zu seinem Tod 2008 amtierender Pfarrer in der Gemeinde St. Nikolaus in Schleiden war, nicht nur Gutes. Peter Weindorf war 1947 als Pfarrer berufen und hatte die Pfarre zuletzt noch vom Krankenbett aus geleitet.

16 der 18 bislang bekannten Bauherren-Parteien haben das Schreiben unterzeichnet, in dem vorgeschlagen wird, der künftigen Straße den Namen Apfelweg zu geben. Zwei weitere Parteien sind neutral eingestellt, die anderen Bauherren sind nicht öffentlich bekannt.

Der Name Apfelweg klinge „freundlicher, einfacher“, sei neutraler und biete „eine Distanz zu konkreten Einzelpersonen oder Institutionen“, heißt es in der Begründung. Außerdem gebe es wegen der sechs im Schleidener Wappen befindlichen Äpfel einen direkten Bezug zum Ort. Der Rat der Gemeinde hat dem Vorschlag mit einer Gegenstimme zugestimmt.

(kt)