Neunjährige stürzt: Motocrossfahrer attackieren Reitergruppe

Neunjährige stürzt : Motocrossfahrer attackieren Reitergruppe

Sie umkreisten die Reiterinnen und ließen die Motoren immer wieder laut aufheulen: Mehrere Motocrossfahrer haben am Samstagnachmittag bei Aldenhoven-Schleiden eine Reitergruppe attackiert. Bei dem Vorfall wurde eine Neunjährige leicht verletzt.

Wie die Polizei mitteilte, war die neunjährige Alsdorferin zusammen mit einer 18-jährigen Mitreiterin und ihrer Mutter, die ihre Tochter zu Fuß begleitete, auf einem Feldweg neben der Langweilerstraße unterwegs, als sich plötzlich mehrere Motocrossfahrer näherten.

Nach Angaben der Reiterinnen wurden sie von einer sechs- bis siebenköpfigen Gruppe umkreist, die die Motoren ihrer Maschinen laut aufheulen ließen und bewusst immer wieder in den Straßengraben und zurück auf den Weg fuhren – um die Pferde zu erschrecken.

Als die 18-Jährige den augenscheinlichen Anführer der Zweiradfahrer anschrie und fragte, was mit den Fahrmanöver bezweckt werden soll, soll dieser geantwortet haben, dass er und seine Begleiter herausfinden wollten, ob die Mädchen auch richtig reiten könnten.

Schließlich ging das Pferd der Neunjährige durch. Die Mutter, die noch versucht hatte, das Tier festzuhalten, konnte nur dabei zusehen, wie das Pferd samt Tochter in Richtung Straße davongaloppierte, bis sich das Kind nicht mehr halten konnte. Bei dem Sturz wurde das junge Mädchen glücklicherweise nur leicht verletzt. Das Pferd konnte durch die Mitreiterin wohlbehalten eingefangen werden.

Die Motocrossfahrer fuhren in Richtung Niedermerz davon. Keine der Maschinen wurde mit einem Kennzeichen geführt. Bei den Fahrern soll es sich um 15 bis 20 Jahre alte Männer handeln.

Die Reiterinnen gaben gegenüber der Polizei außerdem an, dass es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art gehandelt habe. Ihnen sei bekannt, dass bereits andere Reiter wiederholt durch Motocrossfahrer bedrängt und belästigt wurden.

Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet, und sucht jetzt unter anderem Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall oder den Fahrern machen können. Diese werden gebeten, sich mit dem zuständigen Sachbearbeiter unter der Rufnummer 02421/949-5233 in Verbindung zu setzen. Außerhalb der üblichen Bürodienstzeiten können sich Zeugen jederzeit an die Leitstelle der Polizei unter der Rufnummer 02421/949-6425 wenden.

(red/pol)