Erster Dorftrödel in Siersdorf: In der ehemaligen Bergarbeitergemeinde herrscht „Goldgräberstimmung“

Erster Dorftrödel in Siersdorf : In der ehemaligen Bergarbeitergemeinde herrscht „Goldgräberstimmung“

„Goldgräberstimmung“ herrschte in der ansonsten so beschaulichen ehemaligen Bergarbeitergemeinde. Schnäppchenjäger aus der näheren und weiteren Umgebung waren schon am frühen Morgen unterwegs, lange vor der Eröffnung des ersten Siersdorfer Dorftrödels.

Sogar PKWs mit den polizeilichen Kennzeichen der Großstädte Düsseldorf, Köln und Dortmund wurden gesichtet, ebenso solche aus Belgien und den Niederlanden. Den sozialen Medien sei Dank und den 2500 verteilten Flyern. Um den Besuchern den Weg zu den Verkaufsstellen zu erleichtern, hatten die Veranstalter auf dem größten Parkplatz zehn Pedelecs zur Verfügung gestellt. Viel zu wenig, wie sich herausstellte.

Schon vor der Eröffnung waren sie weg. 140 Teilnehmer beteiligten sich am Dorftrödel. An vielen Stellen wiesen orangefarbene Luftballons auf die Angebotsstellen hin. Und an den Ortseingängen wurde man von „Gelbwesten“ mit entsprechend markierten Ortsplänen empfangen. Auch im Ort selbst standen viele Weghelfer zur Verfügung. Den Organisatoren um Michael Reichert gebührt ein besonderes Lob.

Eine unbeschreibliche Vielfalt an Trödel wurde hier angeboten. Kleidungsstücke jeder Art, zum Teil fast neu. Kinderspielsachen und Bücher waren die Renner. Nippes, alte Möbelstücke, auch antike, waren im Angebot. Schöne alte Sachen, Wandgemälde, Schnitzereien, ein komplettes Hutschenreuther Service, vergoldete Bestecke und weitere Aussteuer-Objekte der Großmutter gehörten dazu. Selbst ein Einer-Kajak oder komplette Reifensätze waren zu erwerben.

Nicht nur Interessenten, auch „Sehleute“ kamen in Siersdorf auf ihre Kosten. In einem alten Bauernhof in der Marktstraße wirkten die Schnäppchen besonders dekorativ.

(gre)
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