Aldenhoven und Linnich wollen Nachwuchs stärker bewegen

Neues Projekt mit dem Kreissportbund : Aldenhoven und Linnich wollen Nachwuchs stärker bewegen

Nach der Gesamtschule folgt nun zwischen den beiden Kommunen Aldenhoven und Linnich eine Kooperation auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendsportförderung. Für die kommenden beiden Jahre haben Gemeinde und Stadt ein gemeinsames Projekt zur Sport- und Bewegungsförderung in Kindergärten und Schulen mit Unterstützung des Kreisportbundes ins Leben gerufen. Das Land NRW fördert das interkommunale Projekt.

Diese Förderzusage im Rahmen der Initiative „Sportplatz Kommune – Kinder- und Jugendsport fördern in NRW“ präsentierten die beiden Bürgermeister Marion Schunck-Zenker und Ralf Claßen im Aldenhovener Rathaus. Gemeinsam mit dem Kreissportbund hatten die Stadt Linnich und die Gemeinde Aldenhoven den interkommunalen Förderantrag unter der Überschrift „Bewegt Zukunft gestalten in Aldenhoven und Linnich“ gestellt.

Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, Bewegung zum festen Bestandteil im Alltag der Kinder zu machen und deren positive Auswirkungen frühestmöglich zur Entfaltung zu bringen. Das gemeinsame Projekt wird mit maximal 16.000 Euro je Kommune über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert.

Eingebunden werden in beiden Kommunen die Kindergärten und Schulen, in denen die Kinder und Jugendlichen mit einem möglichst ununterbrochenen attraktiven Bewegungsangebot aufwachsen sollen. Sowohl in den Kindergärten, Grundschulen und der gemeinsamen Gesamtschule sollen Projekte initiiert werden, die für eine gesunde und bewegte Lebensführung sensibilisieren.

In beiden Kommunen sind Motorik-Parcours „Cube Sports“ beschafft und erfolgreich getestet worden. Hierbei arbeiten Kindergärten, Schulen und Kommunen eng mit dem Kreissportbund zusammen.

Beginn mit vier Jahren

Eminent wichtig ist die Bewegungsförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Deshalb beginnen die Tests bereits für Kinder ab vier Jahren. In der Grundschule ist im zweiten Schuljahr eine Ist-Wert-Erfassung und nach zwei Jahren ein Re-Check im 4. Schuljahr. Der Re-Check dient zur Überprüfung der installierten Maßnahmen und damit zu einer Verbesserung und Individualisierung der Fertigkeiten.

In der Gesamtschule sollen die Jugendlichen einen angepassten Testparcours in den Jahrgangsstufen 5, 7 und 9 durchlaufen.

Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer des Kreissportbundes Düren: „Insgesamt soll durch unser Projektdesign gewährleistet werden, dass eine individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen von der Kita bis zum möglichen Übergang in das Berufsleben bedarfsgerecht umgesetzt werden kann.“ Wünschenswert sei auch ein nahtloser Übergang in den Vereinssport.

Dazu bedarf es natürlich nicht nur der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen für diese Aktion. Auch die Eltern müssen mit ins Boot geholt werden. Derartige „Werbeveranstaltungen“ wird der Kreissportbund gemeinsam mit den Kommunen in die Wege leiten, ebenfalls die Schulungen der verantwortlichen Übungsleiter im Umgang mit Cube Sports.

Natürlichen Trieb wecken

Die Verantwortlichen der beiden Kommunen, Ralf Claßen und Marion Schunck-Zenker, sind von der Notwendigkeit des Projektes überzeugt und auf die ersten Ergebnisse gespannt. „Der gesellschaftliche Wandel beeinflusst leider nicht immer positiv die Kompetenzen unserer Kinder. Wir müssen ihren natürlichen Bewegungstrieb wieder wecken und unterstützen. Wir können damit unsere gemeinsame Idee einer individualisierten Sport- und Bewegungsförderung an unseren gemeindlichen Kindergärten und Schulen in Aldenhoven und Linnich endlich umsetzen“, sagten sie. In weiteren Schritten hofft man die Krankenversicherungen zur Mitarbeit zu gewinnen – auch auf dem Gebiet der Ernährungsberatung.

(gre)
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