Aldenhoven: Mehrere Schulen brauchen mehr Platz

Diskussion bei der Ratssitzung in Aldenhoven : Mehrere Schulen brauchen mehr Platz

Es war absehbar, dass der Rat der Gemeinde Aldenhoven dem Vorschlag der Verwaltung nicht zustimmen würde, jetzt mit einer Planung des Umzugs der Gemeinschaftsgrundschule an der Schwanenstraße zu beginnen.

Zu groß war das Unverständnis, das aus den Ratsfraktionen zu hören war über die Idee, die Grundschule in die benachbarte Haupt- und Realschule umzusiedeln. Die letztgenannte Schule steht seit Juli leer.

Wegen des Vorschlags gab es Kritik aus allen Fraktionen. Immerhin waren sich nachher alle einig, erkannt zu haben, dass es an jeder Schule Handlungsbedarf gibt. In welcher Reihenfolge – das müssen Politik und Verwaltung erst erarbeiten. „Deswegen hat uns diese Vorlage doch nach vorne gebracht“, stellte Bürgermeister Ralf Claßen (CDU) abschließend fest.

Einig sind sich alle Fraktionen, dass die jetzt leer stehenden Schulgebäude zuerst der Gesamtschule Aldenhoven-Linnich (GAL) zur Verfügung stehen müssen. Denn der GAL-Standort in Aldenhoven muss saniert werden, dafür sind Ausweichräume nötig. Für die Verwaltung hielt Franz-Josef Krieger dagegen, dass das Wachstum an den Grundschulen bald zu Problemen führe. „Die Grundschule braucht jährlich einen neuen Raum. Darauf müssen wir reagieren“, sagte er.

„Ich bin erfreut, zu sehen, dass die anderen Fraktionen diesen Vorschlag der Verwaltung auch nicht verstehen“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Krapp fest. Dieter Froning (FWG) kritisierte den von der Verwaltung vorgeschlagenen Zeitrahmen des Grundschul-Umzugs. „Wir haben es schon mehrfach erlebt, dass die Verwaltung einen Zeitrahmen nicht einhält. Wie soll das jetzt funktioniere? Das ist nicht seriös.“ Für die SPD lehnte Marcus Buder den Verwaltungsvorschlag unter anderem deswegen ab, weil das Thema zu komplex sei und notwendige Informationen noch nicht vorlägen.

(jan)
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