Koslar: Adelgundiskirche: Traditionelle Kräutersegnung integriert

Koslar: Adelgundiskirche: Traditionelle Kräutersegnung integriert

In Wahrung einer alten Tradition im christlichen Glauben hat der Gemeinderat von St. Adelgundis in Koslar auch in diesem Jahr im Vorlauf zum Fest „Maria Himmelfahrt“ eine Kräuterweihe in den vorhergehenden Sonntagsgottesdienst integriert.

Mit dem in den Anfängen des zweiten Jahrtausends aufgekommenen Brauch erinnern die Gläubigen an die in den Heilkräutern besonders intensiv sichtbar werdende Sinnhaftigkeit der Schöpfung Gottes zum Wohle von Mensch und Tier.

Verschiedene Überlieferungen bringen die Gottesmutter Maria in direkten Zusammenhang mit Blumen und Kräutern, so dass mit ihrer Hilfe die schützenden und heilenden Kräfte der Natur in den gesegneten Büscheln verstärkt zugunsten der Menschen und Tiere wirken sollen. Den Kirchbesuchern in Koslar wurden von Mitgliedern des Gemeinderats am Eingang hübsch und liebevoll drapierte Sträußchen übergeben, die Pastor Paul Cülter im Gottesdienst nach einem Segensgebet und einem Marienlied mit Weihwasser segnete.

In der ersten Fürbitte wurde die Wirkung der Kräfte der Natur noch einmal besonders hervorgehoben. Der Predigt stellte Pastor Cülter einen besonderen Gruß an den Rekonvaleszenten Pastor Peter Jöcken voran, der nach langer gesundheitlich bedingter Auszeit dem Gottesdienst in seiner Koslarer Gemeinde beiwohnte. „Es muss nicht immer die große Party sein“, war das Thema der Predigt. Als Fazit erschloss sich der Gedanke, dass Gott oft ganz leise komme wie ein leichter Wind und den Menschen nicht überrumpele.

An den Gottesdienst schloss sich die Verkostung von Kräuterlimonade, Kräuterlikör, Brot und Kräuterbutter an, zu der die Kirchbesucher eingeladen waren.

(jago)
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