Abwassergebühren in Jülich sinken deutlich

Die neuen Sätze ab 2019 : Abwassergebühren in Jülich sinken deutlich

Der Jülicher Stadtrat hat auf seiner letzten Sitzung des Jahres die Gebührensätze verabschiedet, die auf die Haushalte der Stadt im neuen Jahr zukommen.

Das Bild ist uneinheitlich: Während die Abwassergebühren deutlich sinken und die Abfallabgaben annähernd stabil bleiben, steigen die Kosten für den Winterdienst deutlich.

Die Schmutzwasserabgaben reduzieren sich um gut neun Prozent. Der Preis pro Kubikmeter sinkt um 34 Cent auf 3,43 Euro. Um 9 Cent (rund sechs Prozent) günstiger ist die Niederschlagswassergebühr, die nun bei 1,42 Euro pro Quadratmeter liegt. Ursache hierfür ist laut Stadtverwaltung ein geringerer Beitrag, der an den Wasserverband Eifel-Rur zu zahlen ist und in die Gebühren einfließt.

Hintergrund hierbei ist, dass ab 2019 Teile der Gemeinde Aldenhoven an die Kläranlage Jülich angeschlossen werden und sich damit auch die Merzbachgemeinde an den Kosten der Anlage beteiligt. Der Jülicher Beitrag sinkt so um 910.000 Euro, was sich entsprechend auf alle Gebührenzahler in der Herzogstadt auswirkt.

Beim Winterdienst gibt es prozentual eine enorme Steigerung: um 117 Prozent auf 50 Cent pro laufenden Meter (+ 27 Cent). In absoluten Zahlen wird das die Haushalte aber nicht ganz so dramatisch treffen. Grund für die Steigerung sind zu geringe Einnahmen im Jahr 2017, die nun kompensiert werden. Gleiches gilt für die Straßenreinigung, die sich um zehn Cent auf 2,30 Euro pro laufenden Meter erhöht.

Die wichtigsten Abfallgebühren im Überblick (Leerung alle 14 Tage) – 60 Liter Restmüllgefäß 101,64 Euro (+2,88 Euro), 80-Liter-Tonne 123,72 Euro (+ 2,16 Euro); 120-Liter-Tonne 167,28 Euro (unverändert), 240-Liter-Gefäß 300 Euro (- 3,12 Euro), 1,1-Kubikmeter-Container 1275 Euro (- 1,20 Euro); Biotonne 120 Liter 75 Euro (- 1,68 Euro), 240 Liter 131,16 Euro (- 4,44 Euro).

(-vpu-)
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