Jülich: Ab 2016 nur noch ein Geschäftsführer im Brückenkopf-Park

Jülich: Ab 2016 nur noch ein Geschäftsführer im Brückenkopf-Park

Nicht erst im Bürgermeister-Wahlkampf, sondern schon im Frühsommer gab es in der Jülicher Politik und Öffentlichkeit Diskussionen über Finanzierung und Finanzlage der Brückenkopf-Park GmbH.

Kritisiert wurde auch die Bestellung von zwei Geschäftsführern, die der Stadtrat im Dezember 2014 genehmigt hat. Im Wahlkampf gab es nun Äußerungen eines Kandidaten zu einer denkbaren „geordneten Insolvenz“ . Dazu hat der Aufsichtsrat der Betreiber GmbH nach Mitteilung des Vorsitzenden Elmar Fuchs eine einstimmige Erklärung abgegeben: „Mit Entschiedenheit weist der Aufsichtsrat die teilweise falschen und geschäftsschädigenden Äußerungen zurück, die in den vergangenen Wochen im Rahmen des Wahlkampfes um das Amt des Bürgermeisters der Stadt getätigt und veröffentlicht wurden.“ Die Forderung nach geordneten Insolvenz „entbehrt jeglicher Grundlage“.

Das Brückenkopf-Gelände befinde sich seit 1927 im Eigentum der Stadt Jülich, die seit dieser Zeit die Unterhaltung der historischen Festungsanlagen, des seit 1932 bestehenden Kleintierzoos und anderer Einrichtungen übernehme. Nach Beendigung der Landesgartenschau hat der Stadtrat beschlossen, die gesamte Anlage als bewirtschafteten Park in Form der Brückenkopf Park GmbH fortzuführen. Hierfür stelle die Stadt aus ihrem Haushalt jährlich einen Betrag als Zuschuss für den Betrieb zur Verfügung. Der Aufsichtsrat: „Diese Praxis entspricht einer bereits seit 1927 geübten Praxis, die gesamte Anlage als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung des Jülicher Landes zur Verfügung zu stellen.

In der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt wurde der Zuschuss mit ca. 600.000 Euro jährlich für die kommenden Jahre festgeschrieben. In diesem Rahmen arbeitet die Brückenkopf Park GmbH effizient mit einem ausgeglichenen Haushalt, der es ermöglicht hat, die Attraktivität der gesamten Anlage zu erhalten. Ohne diese Maßnahmen wären weder die Ansiedlung des Jugendgästehauses noch des Wohnmobilbereiches möglich gewesen.“ Etwa 200.000 Besucher pro Jahr seien Beleg, dass die Anlage eine der größten Attraktionen im Kreis ist. Davon kämen rund „zwei Drittel unmittelbar aus der Region Jülich.“ Weiter heißt es: „Durch nichts gerechtfertigte Aussagen über eine geforderte Insolvenz des Parks verunsichern Veranstalter und Investoren und demotivieren die engagierten Mitarbeiter im Park selbst.“

Auf Beschluss des Gesellschafters habe die Park GmbH derzeit zwei Geschäftsführer infolge einer 2013 aufgetretenen Erkrankung der bisherigen Alleingeschäftsführerin. „Aus organisatorischen Gründen wird die Park GmbH 2016 wieder zu der Alleingeschäftsführung zurückkehren.“ Der Aufsichtsrat lege allerdings Wert darauf, dass die Tatsache der Doppelgeschäftsführung keine finanzielle Mehrbelastung darstellt, da der 2014 bestellte zweite Geschäftsführer bereits zuvor in Leitungsfunktion tätig war.“