Linnich: 8888 Euro-Beitrag zum Erhalt des Glasmalerei-Museums

Linnich: 8888 Euro-Beitrag zum Erhalt des Glasmalerei-Museums

Es ist eine Schnapszahl, die Freude bereitet. Weniger wegen des hochprozentigen Namensteils, vielmehr wegen ihrer Finanzkraft. Eine Spende von 8888 Euro erhielt das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich am Dienstag von der Niederrheinischen Gas- und Wasserwerke GmbH als Betriebskostenzuschuss.

Das Geld hat Deutschlands einziges Museum für Flachglasmalerei bitter nötig, wie der Vorsitzende der Museumsstiftung, Wolfgang Witkopp, und Stiftungs-Geschäftsführer Carlo Aretz bei der Übergab des Schecks durch Christian Schwanekamp von der NGW-Geschäftsführung und Michael Cornelissen, NGW-Marketing, betonten.

„Die Erträge aus der Kapitalanlage des Stiftungskapitals sind nicht mehr in der Lage, einen relevanten Beitrag zum Betrieb des Museums zu leisten“, erklärte Witkopp unumwunden. Dabei leiste das Museum mit einer geringen Personalausstattung und dank der Unterstützung durch ehrenamtliche Kräfte selbst einen enormen Einsparungsbeitrag.

Hauptgrund der Misere ist das anhaltend niedrige Zinsniveau von nur 1,5 Prozent. Selbst bei einem Stiftungskapital von 1,6 Millionen Euro ist der Zinsertrag im „Peanuts-Bereich“. Carlo Aretz ergänzt: „Das Budget ausgeglichen zu gestalten, wird von Jahr zu schwieriger.“ Ohne die Hilfe von Gönnern und Unterstützern stünde das einzigartige und hoch geschätzte Museum vor der Existenzfrage, so Witkopp. Um so dankbarer sei man dem Unternehmen für dessen Hilfe.

(ojo)
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