85. Broicher Maifest: Maikönigspaar gebührend gefeiert

Förderung des Gemeinschaftsgeistes : Maikönigspaar gebührend gefeiert

Eine märchenhafte Kulisse umrahmte das 85. Broicher Maifest. Maikönig Christoph Courth hatte anlässlich der vorangegangenen Versteigerung im März mit dem höchsten Gebot Laura Crützen zu seiner Maikönigin auserkoren.

Das Tor zum Familienbetrieb „Floristik Crützen“ öffnete sich laut Courth in den 85 Jahren zu diesem Anlass zum dritten Mal. Mit seinem stattlichen Gefolge aus Blumenkindern und prächtig gekleideten Maipaaren schritten die Maimajestäten durch die schmale Gasse zwischen Maigesellschaft und den vielen applaudierenden Gästen. Im Anschluss bestiegen sie mit ihren Lakaien und Ehrendamen die hohe Kutsche, aufwendig geschmückt mit weißem Tuch und mit bunten Krepprosen besetzten Tannenzweigen.

Kutsche und Kaltblüter stammen aus dem Monschauer Unternehmen Horst Steffens, geschmückt wurde sie in mühevoller Kleinarbeit von den fleißigen Händen der Broicher Junggesellen. Hoch oben auf dem Maiwagen ließ Courth im Rahmen seiner Ansprache seine „wunderschöne Maikönigin“ dreimal hochleben und küsste sie mehrfach – zur Begeisterung der Zaungäste. Der prächtige Festzug mit Kindern auf geschmückten Fahrrädern, Musikkapellen und befreundeten Maigesellschaften führte durch den gesamten Ort bis zur Bürgerhalle, wo das gelungene Maifest seinen Ausklang fand.

Traditionell hatten die Broicher Junggesellen den Tag, im Übrigen Höhepunkt des gesamten Maifestes, mit einem Kirchgang mit Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und Ehrung der Gefallenen aus dem Zweiten Weltkrieg begonnen – nach einem rauschenden „Rock in den Mai“. Es folgte der ebenfalls übliche Frühschoppen, vorbereitet von den Altmaigesellen, die gerne die Junggesellen unterstützen. Hier findet sich auch der rote Faden wieder, denn in den Maifeierlichkeiten ging und geht es darum, den jugendlichen Gemeinschaftsgeist innerhalb der dörflichen Identität und darüber hinaus mit den befreundeten Maigesellschaften zu fördern.

(ptj)