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Titz: 60 Kubikmeter Kunstschnee lockten die Rodelfreunde zum Rathaus

Titz : 60 Kubikmeter Kunstschnee lockten die Rodelfreunde zum Rathaus

„Zum ersten Mal gibt es Schneegarantie auf dem Titzer Weihnachtsmarkt”, frohlockte Norbert Schiffer, Vorstand der Vereinigten Vereine Titz, bei der Begrüßung der vielen Besucher. Der Hinweis galt der Attraktion des 17. Titzer Weihnachtsmarktes: Einer aus knapp 60 Kubikmetern Kunstschnee bestehenden Rutschbahn mit zugehöriger Schneebar.

Die Idee hierzu, die als Aktion des „Förderverein Hallenbad Titz” (FHT) umgesetzt wurde, hatte Garten- und Landschaftsbauer Daag Engers. Mit Unterstützung der Neusser „allrounder winter world”, insbesondere derem Haustechniker Alfred Trost, sowie dem „Schneepatron” und Partner der Skihalle, dem Tourismusverbund „Salzburger Land”, war der aus Wasser, Druckluft und Kälte erzeugte Pulverschnee zur Freude der Weihnachtsmarktbesucher per Lkw von Neuss nach Titz transportiert worden.

Eine solche Schneebahn beziehungsweise -bar verfügt über eine enorme Energie. So hat sie im Hochsommer auf dem Neusser Schützenfest drei Tage lang gehalten; lediglich ihr Volumen schmolz zusammen.

Während die Benutzung der Rodelbahn für die Kinder natürlich kostenlos war, fließt der Erlös aus dem Verkauf gekühlter Getränke an den Föderverein. Zufrieden stellte dessen Vorsitzender Peter Vollberg fest, dass sich einige neue Mitglieder angemeldet haben und der Bekanntheitsgrad des Vereins weiter steigt. Zur Situation um das Hallenbad zeigte er sich zuversichtlich: „Wir sind guter Dinge, dass wir kurzfristig starten können.”

Natürlich hatte der Titzer Weihnachtsmarkt noch viel mehr zu bieten. Gleich bei der Eröffnung durch Ortsvorsteher Willy Flücken begeisterte der Titzer Singkreis „Pro Musica” unter Leitung von Käthe Baumann und Helmut Lorch mit vorweihnachtlichen Weisen. Neben diversen Ständen mit Adventsgestecken und Weihnachtsschmuck waren noch Flohmarkt, Bekleidung und Seidenmalerei sowie frisches Obst und Gemüse im Angebot.

Auch außerhalb der Schneebar kam das leibliche Wohl nicht zu kurz. Für die Unterhaltung der Kinder war mit Holzwippen und einem echten „Schneebären” bestens gesorgt.

Wie im Vorjahr hatte Bürgermeister Josef Nüßer die Pforten des Rathauses geöffnet, um der Bevölkerung noch einmal die Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung mit den Werken „Titzer Kirchtumspitzen” von Susanne Renker und Steinskulpturen von Anne Schipperges zu bieten.