4000 feiern beim Jülicher Oktoberfest am Brückenkopf-Park

Am Brückenkopf-Park : 4000 Gäste beim Jülicher Oktoberfest

Das Jülicher Oktoberfest war in diesem Jahr so gut besucht wie noch nie. Rund 4000 Gäste in Oktoberfestkleidung feierten in dem Zelt am Lindenrondell nach bayerischer Tradition, bei dem auch die Maß Bier nicht fehlen durfte. Dabei seien laut den Veranstaltern 3000 Karten im Vorkauf allein an Jülicher verkauft worden.

Stellvertretend für den Bürgermeister wurde die Veranstaltung vom Beigeordneten Martin Schulz eröffnet. Unter dem Jubel der Besucher und mit einem Holzhammer bewaffnet, brauchte er zwei Schläge, um den Zapfhahn in das Bierfass zu schlagen. Uwe Kisker, der das Event zusammen mit Nicole Kruse moderierte, verkündete: „Das Fest ist eröffnet.“ Die Gäste klatschten in die Hände, während Maskottchen Elch „Eddi“ durch die Bierbankreihen tanzte.

Dann betrat die Band „Ois Easy“ die Bühne, die während der zwei Tage Wiesn am Brückenkopf-Park mit ihrer Musik und durch Interaktion mit dem Publikum die Stimmung im Zelt gerade in den späteren Abendstunden zum Kochen brachte. Nachdem die Band zu Anfang „Rock me“ von Voxxclub gespielt hatte und kurz durch Michael Fischer (Keyboard, Akkordeon) und Philip Donath (Gesang) das bayerische Schubladln zeigten, klatschte das Publikum bereits mit und stand teilweise schon auf den Bierbänken.

„Wir versuchen, das Oktoberfest traditionell umzusetzen, und ich finde, dass das auch die Veranstalter sehr gut machen“, sagte Michael Fischer zum Programm. Komplementiert wird die Gruppe durch Helmut Strasser (Gesang, Gitarre), Florian Fischer (Gitarre, Backvocals), Stephan Suske (Schlagzeug) und Markus Schaitz (Bassgitarre). Neben weiteren Titeln wie „Viva Colonia“ spielte die Gruppe beispielsweise auch ein Medley mit zum Beispiel „Cotton Eye Joe“, „Rhythm is a Dancer“, „Mr. Vain“, „Sing Hallelujah“. Die Menge erkannte die Songs und feierte, als gäbe es kein Morgen mehr. Auch sich wiederholende Rituale wie „Die Krüge hoch, die Maße hoch, die Stimmung hoch“, bei denen das Publikum mitmachte und trank, kurbelten die Laune an.

Lena Rößler, Melanie Stöwer und Patricia Heinrich standen während des Auftritts von „Ois Easy“ in der ersten Reihe. Sie selbst bezeichnen sich als Groupies. „Die Übergänge zwischen den Liedern, die Stimmung. Einfach alles ist an dieser Band toll“, sagte Rößler zu den Musikern. Als dann in der Pause die Bandmitglieder in die Richtung der Besucher strömten, war der Abend für die Frauen wohl perfekt.

An beiden Tagen waren auf dem Oktoberfest auch Stargäste zu sehen. Am Freitag betraten so unter den freudigen Ausrufen der Gäste die „Höhner“ die Bühne im Zelt. Die Gruppe spielten ihre Lieder wie „Jetzt geht’s los“ oder „Echte Fründe“. „Wir möchten ganz besondere Momente festhalten. Ein solcher Moment ist das Jülicher Oktoberfest“, sagte Henning Krautmacher zu den Zuschauern, und der romantisch-ruhige Song „Wir halten die Welt an“, folgte.

Am Samstag besuchte dann Mickie Krause die Herzogstadt und wurde mit Applaus und Jubel empfangen. Der Musiker gestaltete sein Programm nach dem Wünschen der Besucher. Nach lauten Zurufen sang er beispielsweise „Reiß die Hütte ab“ und „Geh mal Bier hol‘n“. „Mickie bringt das Zelt zum Beben“, sagte die Jülicherin Sandra H. zu dem Künstler. Sie besuchte das Fest an beiden Tagen.

„Wir freuen uns, dass die Veranstalter des Fests so großen Erfolg erzielen. Auch für den Brückenkopf-Park war das Oktoberfest ein Versuch“, sagte Park-Prokurist Hajo Bülles in bester Laune.

Das Jülicher Oktoberfest fand ohne große Zwischenfälle statt. Wie rund die Wiesn lief, zeigte sich auch in einem Moment, in dem die Sanitäter, die aus Sicherheitsgründen bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung immer vor Ort sein müssen, bei dem Auftritt der „Höhner“ am Rande des Zelts mittanzten.

Allerdings machten sich ein Beinahe-Besucher seinem Ärger in den sozialen Medien Luft. Denn ohne Oktoberfestkleidung, das mindeste sei beispielsweise bei den Männern ein kariertes Hemd, wurde der Einlass verwehrt. Dies sei nicht ausreichend kommuniziert worden und die Karte sei bereits bezahlt gewesen, beschwerte sich dieser Mann in Facebook.

Ein Oktoberfest im nächsten Jahr ist in Planung.

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