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Linnich: 3800 Unterschriften für den Erhalt der Einsatzküchen ohne Wirkung

Linnich : 3800 Unterschriften für den Erhalt der Einsatzküchen ohne Wirkung

Hinter dem Erhalt der Einsatzküchen der Polizei in Nordrhein-Westfalen steht unverändert ein dickes Fragezeichen. Die Anzeichen verdichten sich, dass die Privatisierung des Verpflegungsbereiches nur noch eine Frage der Zeit ist, befürchten Polizeigewerkschafter und Personalvertreter wie Karl-Heinz Kochs, Vorsitzender des Personalrates am Polizeibildungszentrum in Linnich und des Bezirkspersonalrates.

Gemeinsam mit der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Brigitte Herrschaft, hatte er Anfang des Monats dem Vorsitzenden des Innenausschusses des NRW-Landtages, Winfried Schittges (CDU), ein Paket mit 3800 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichner dokumentierten so ihren nachdrücklichen Wunsch nach Erhalt der Einsatzküchen.

Der Personalabbau im Verpflegungsbereich hatte Ende 2006 bereits Schlagzeilen geliefert. 22 befristete Verträge von Küchenmitarbeitern an den Standorten Selm, Münster, Brühl, Schloss Holte-Stukenbrock und Linnich waren nicht mehr verlängert worden. Den Polizeibehörden war damals schon - bekräftigt im März - dringlich geraten worden, selbst für Einsatzverpflegung zu sorgen.

Flankierend wurde im Innenausschuss begründet: „Die Landesregierung sieht die Essensverpflegung nicht als hoheitliche Aufgabe an.” Entschieden kritisiert Karl-Heinz Kochs, „dass es keine Informationen gibt, wie es denn weiter geht”. Die Verunsicherung der Mitarbeiter im Küchenbereich - in Linnich sind es noch acht mit unbefristeten Verträgen - werde dadurch nur geschürt.

Dass die Polizeiküchen gegenüber der Privatisierung rund 375.000 Euro günstiger abschneiden, wie eine Wirtschaftlichkeitsstudie ergeben habe, werde vom Innenminister bezweifelt.