Jülich: 280 Schüler müssen in Containern pauken

Jülich: 280 Schüler müssen in Containern pauken

Es war eine große logistische Herausforderung für Schulträger und Kollegium, nach den Sommerferien einen normalen Unterricht am Gymnasium Zitadelle durchzuziehen. Grund ist die seit Jahren andauernde PCB-Sanierung des gesamten Gebäudes. Die machte es nun notwendig, dass 18 Klassen ausquartiert werden mussten.

Acht davon wurden nun in einer „Containerschule” untergebracht. Unterrichtet werden dort 280 Schüler der so genannten Einführungsphase.

Die Sanierung des Südtraktes der Zitadelle ist die mit Abstand größte Herausforderung, die Schulträger und Gymnasium absolvieren müssen. „Denn schließlich werden auf einen Schlag insgesamt 18 Klassen aufwändig instand gesetzt”, sagt Gert Marx vom Schulamt der Stadt.

Wurde vor über vier Jahren mit der Sanierung des Nordtraktes begonnen, erfolgte anschließend der Bereich des Institutskörpers. In diesem sind alle naturwissenschaftliche Labors untergebracht. „Deshalb hat diese Instandsetzung auch fast anderhalb Jahre gedauert”, sagt Karl-Heinz Kreiner, Rektor des Gymnasiums.

Und ist auf die neuen Physik-, Chemie- und Biologie-Unterrichtsräume besonders stolz. „Die wurden aufwendig mit der neuesten Technik ausgestattet. Ich erlaube mir zu sagen, dass unsere Räumlichkeiten noch besser sind als die beim Overbacher Science College. Schließlich habe ich diese bei der Einweihung gesehen”, so der Jülicher Schulleiter mit stolz geschwellter Brust.

Stolz ist er aber auch darauf, dass das Gymnasium die große Herausforderung „PCB-Sanierung” so gut bewältigt hat. „Mit einer großartigen Unterstützung durch den Schulträger. Alles passierte in enger Zusammenarbeit”, lobt Kreiner das Schulamt mit Amtsleiter Gert Marx. So sind denn beide auch davon überzeugt, dass die Lösung „Containerschule” nicht lange andauern wird.

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