Jülich: 20 Säcke Hausabfall am Straßenrand „entsorgt”

Jülich: 20 Säcke Hausabfall am Straßenrand „entsorgt”

Einen halben Tag im wahrsten Sinne des Wortes Drecksarbeit, und die Zeche zahlt die Allgemeinheit. Das ist das Werk eines Umweltfrevlers, der in der Nach zum Mittwoch eine Müllspur entlang der L14 zwischen Merzenhausen und Koslar legte.

Rund 20 Müllsäcke wurden offenbar von der Ladefläche eines fahrenden Wagens an den Straßenrand geworfen. Die Säcke platzten allesamt auf und ergossen ihren unappetitlichen Inhalt auf Grünstreifen und Felder.

Streckenwart Hubert Nüsser vom Landesbetrieb Straßen NRW dokumentierte zunächst das Ausmaß des Umweltfrevels, bevor er sich daran machte, Säcke und Inhalt zu entsorgen.

Norbert Krüttgen, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei in Jülich, nahm kein Blatt vor den Mund. „Das ist eine ziemliche Sauerei. In der Größenordnung hatten wir das schon lange nicht mehr.” Die Hoffnung, den Verursacher ausfindig zu machen sei allerdings nicht sehr groß. Dennoch achtete Streckenwart Nüsser auf Hinweise wie Adressaufkleber, um die Herkunft des Mülls zu ermitteln.

Das Müllproblem im Einzugsbereich der Straßenmeisterei habe zugenommen, schilderten Krüttgen und Nüsser. Vor allem Rastplätze wie der an der B57 bei Linnich werden als regelrechte Mülldeponien missbraucht. Die Verursacher kommen in den meisten Fällen unerkannt und ungeschoren davon.

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