Jülich: 2,6 Millionen Euro für Materialforschung in Jülich

Jülich: 2,6 Millionen Euro für Materialforschung in Jülich

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert zwei Projekte im Rahmen der Energiewende mit 3,1 Millionen Euro. 2,6 Millionen Euro davon sind für die Materialforschung im Forschungszentrum Jülich bestimmt.

Der Dürener Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel (CDU) hat die Förderbescheide am Mittwoch im Forschungszentrum überreicht. 1000 Mitarbeiter würden mittlerweile im FZJ in der Energieforschung arbeiten. „Heute ist das Zentrum ein Eckpfeiler der deutschen Energieforschung“, sagte Rachel.

Auch im laufenden BMBF-Projekt „Materialforschung für die Energiewende“ sei Jülich in Deutschland Spitzenreiter. Von den insgesamt 87 Millionen Euro Fördergeldern seien sieben Millionen nach Jülich gegangen, das Forschungszentrum sei an sechs der 45 geförderten Projekte beteiligt. „Das ist mehr als jede andere Universität oder einzelne Forschungseinrichtung“, sagte Rachel.

Die 2,6 Millionen Euro gehen an zwei FZJ-Projekte: die Nachwuchsgruppe MAXCOM, die an Materialien arbeiten, die das Betreiben von Gasturbinen bei noch höheren Temperaturen als bisher üblich ermöglichen, und an ProtOMem, in dem Forscher aus Jülich mit der RWTH Aachen und dem Max-Planck Institut Stuttgart auf zwei Feldern unterwegs sind. Zum einen haben sie das Ziel, das Umwandeln von chemischer in elektrische Energie effizienter zu gestalten, zum anderen erforschen sie, wie Energieträger beispielsweise aus reinem Wasserstoff hergestellt werden können.

Dr. Jesus Gonzalez-Julian aus Spanien leitet MAXCOM, die Bulgarin Dr. Mariya Ivanova koordiniert ProtOMem. Institutsleiter Prof. Olivier Guillon aus Frankreich erklärte, dass Jülich ein „Schmelztiegel“ für internationale Forschung sei. Beide Projekte starten jetzt.

(jan)
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